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Project Suncatcher: Google testet Tensor-Chips im Orbit
von Oliver Posselt
28. Sep. 2026 |
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Google will mit Project Suncatcher untersuchen, ob sich Rechenleistung für künstliche Intelligenz eines Tages auf Satelliten im All verlagern lässt. Bei der ersten Testmission soll ein Prototyp-Satellit mit Tensor Processing Units (TPUs), Googles KI-Beschleunigern, an Bord der SpaceX-Mission Transporter-18 starten. Laut Google ist der Start für die kommende Woche geplant, entwickelt wurde die Mission gemeinsam mit Planet.
Zunächst geht es nicht um ein orbitales Rechenzentrum, sondern darum, ob die Hardware die Belastungen eines Flugs und den Betrieb im All übersteht. Beim Raketenstart wirken laut Google auf die Raumfahrzeuge Beschleunigungskräfte von bis zu 10 g, einzelne Bauteile können kurzzeitig 50 bis 100 g ausgesetzt sein. Google hat die Satellitentechnik dafür auf drei Achsen durchgeschüttelt.
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Auch die Strahlung wurde vorab im Labor getestet. In einer Protonenstrahl-Anlage liefen TPUs während der Belastung mit KI-Aufgaben. Google zufolge hielten die Trillium-Chips dabei einer Gesamtdosis ionisierender Strahlung stand, die über der für eine fünfjährige Weltraummission erwarteten Dosis liegt. Das ist allerdings ein Labortest, wie sich die Chips im Orbit verhalten, soll erst der Flug zeigen.
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Eine weitere offene Baustelle ist die Kühlung. Im Vakuum gibt es keine Luft, die Wärme abführen könnte. Google setzt deshalb auf Wärmerohre und Radiatoren. Für 2027 ist ein weiterer Versuch mit zwei Satelliten geplant, die Daten per Laser austauschen sollen. Erst damit geht es um die Vernetzung, die für größere Rechenlasten nötig wäre. Von einem praktisch nutzbaren Weltraum-Rechenzentrum ist Suncatcher also noch weit entfernt. Spannend ist das allemal.
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