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Stop Killing Games - »Noch nie so einen Quatsch gehört« - Lobby-Verband erklärt im Zuge der Debatte private Minecraft-Server plötzlich für illegal und die Community schäumt
Sind private Minecraft-Server illegal? Ein ESA-Statement sorgt aktuell für eine hitzige Kontroverse auf Reddit.
Im Rahmen der Debatte um Stop Killing Games (also eigentlich ein Thema, bei dem es um die Erhaltung und Bewahrung von Spielen als Kulturgut geht), hat sich die Entertainment Software Association (ESA) bei vielen Spielern in die Nesseln gesetzt und erntet reichlich Kritik auf Reddit. Grund ist ein Statement vor einem Senatsauschuss in Kalifornien, das ihr euch in diesem Videoausschnitt auf Englisch anhören könnt.
Dabei ging es konkret darum, langfristig ein neues Gesetz zu erlassen. Es soll als Antwort auf die Initiative Stop Killing Games dafür sorgen, dass Publisher verpflichtet werden, Spiele in irgendeiner Form zu erhalten. Der permanente oder zumindest langfristige Zugang zu ihnen soll so gewährleistet werden - selbst, wenn sie nicht mehr offiziell weiterentwickelt oder unterstützt werden.
Das betrifft vor allem Online Games, die von einer potenziellen Server-Abschaltung bedroht sind, wie es etwa bei einem The Crew der Fall war.
Nach einer Rückfrage bestätigt eine Sprecherin des Lobby-Verbands, der die Interessen vieler namenhafter Entwickler und Publisher vertritt, während der Sitzung, dass private Community-Server, wie sie aktuell gerne für Spiele wie Minecraft oder Call of Duty genutzt werden, ihrer Auffassung nach illegal sind.
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Stop Killing Games erklärt - Was will die Initiative wirklich, warum kämpfen Ubisoft und Co. dagegen?
Eine Aussage, zu der die Organisation weiterhin steht. Denn gegenüber PC Gamer bestätigt man sie von offizieller Seite noch einmal, obwohl die Bemerkung vorher bereits auf viel Kritik und Unverständnis stieß:
Private Server verletzen die Rechte am geistigen Eigentum (IP) der Spielehersteller. Die Spielehersteller behalten sich vor, ihre Rechte gegen diese Server geltend zu machen.
Hinzu käme, dass private Server nicht den offiziellen Sicherheitsstandards der Anbieter entsprächen, sodass Spieler ihnen kein Vertrauen im gleichen Maße entgegen bringen könnten. Während der Sitzung waren vorher private Server als potenzielle Möglichkeit angebracht worden, Online-Spiele langfristig zu erhalten, was die ESA demnach nicht als Lösung in Betracht zieht.
Man geht sogar soweit, private Server mit Spiele-Piraterie gleichzusetzen und will rechtlich dagegen vorgehen. Unabhängig davon hat es der Gesetzesentwurf ohne Stimmen-Mehrheit nicht in die nächste Runde geschafft, soll aber nochmal eine Chance bekommen.