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Marktbericht: DAX vor freundlichem Wochenstart
Trotz Zinssorgen und der anhaltend schwierigen Lage im Nahen Osten dürfte der DAX mit einem Plus in die neue Woche starten. Ein schwaches Gewinnwachstum der chinesischen Industrie belastet den Aktienmarkt in China.
Der DAX dürfte heute zu Beginn des Xetra-Handels mit einem leichten Plus in die Woche starten, wie ein Blick auf den Terminmarkt zeigt. Weit nach oben gehen wird es aber wohl nicht. Am vergangenen Freitag war der deutsche Leitindex mit einem Plus von 0,6 Prozent auf 25.408 Zählern aus dem Handel gegangen. Damit hatte er eine dreiwöchige Verlustserie gestoppt. Immerhin ein Plus von 0,4 Prozent stand auf Wochensicht zu Buche.
Trotzdem bleibt die Lage am Aktienmarkt angespannt: "Bei den Anlegern regiert die Vorsicht", kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst beim Broker CMC Markets. Die Sorge vor weiter steigenden Zinsen und Anleiherenditen sei omnipräsent und erschwere eine nachhaltige Erholung. "Gleichzeitig bleiben die Energiepreise hoch und entwickeln sich zunehmend zum Bremsklotz für Konjunktur und Börse", so Lipkow.
Auch andere Marktbeobachter bleiben vorsichtig. Noch immer ist die Lage im Nahen Osten ein entscheidender Faktor. US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende einen iranischen Friedensvorschlag zur Öffnung der Straße von Hormus zurückgewiesen.
Die Straße von Hormus ist Beginn des Iran-Kriegs für die Schifffahrt praktisch blockiert.
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Dass Friedenshoffnungen trotz zahlreicher Enttäuschungen weiterhin Reflexe auslösen würden, sollte nicht über schwelende Risiken hinwegtäuschen, warnte etwa Timo Emden, Chef-Marktanalyst beim Onlinebroker CapTrader. "Anleger dies- und jenseits des Atlantiks wollen Taten statt Worte und damit belastbare Fakten."
Die Vorgaben aus Asien fallen durchwachsen aus. Die Sorgen vor weiter steigenden Zinsen und die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten belasten. In Tokio blieb der 225 Werte umfassende Nikkei-Index fast unverändert.
Die chinesischen Börsen fallen aber weit zurück. Dort drücken schwache Wirtschaftsdaten auf die Stimmung, da sich das Gewinnwachstum der Industrie im August weiter verlangsamte. Der Grund ist das schwache Binnenwachstum, während die Exporte brummen.
Die Gewinne der Industrieunternehmen stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,2 Prozent, wie aus Daten des Nationalen Statistikbüros (NBS) hervorgeht. Im Juli hatte das Plus noch bei 11,2 Prozent gelegen.
Positive Nachrichten gibt es aus der deutschen Gründerszene: Der Gründerboom ist ungebrochen, trotz der mauen Konjunktur. Seit Jahresbeginn seien mehr als 3.000 Start-ups hinzugekommen, teilte der Startup-Monitor des deutschen Start-up-Verbands mit. Es sind so viele wie noch nie - einige von ihnen werden vielleicht einmal an der Börse gehandelt. Denn die Zahl der deutschen Start-ups, die mit mehr als einer Milliarde Euro bewertet werden, erreichte den Rekordwert von 39.