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Klagen von Fluggästen wegen Verspätungen gehen leicht zurück
von Oliver Posselt
28. Sep. 2026 |
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Passagiere klagen häufig auf Entschädigung, wenn Flüge ausfallen oder sich stark verspäten. Im ersten Halbjahr 2026 gingen die Klagezahlen an den Amtsgerichten der 20 größten Flughafenstandorte erstmals seit 2021 deutlich zurück. Insgesamt verzeichneten die Gerichte 53.150 neue Fälle. Das sind knapp 13.000 Klagen oder 20 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum 2025, da waren es 65.903.
Für die Gerichte bleibt die Belastung dennoch hoch. Die aktuellen Eingangszahlen liegen laut Deutschem Richterbund noch immer doppelt so hoch wie vor fünf Jahren. Setzt sich der Trend aus dem ersten Halbjahr fort, müsste die Justiz 2026 erneut mehr als 100.000 Fluggastklagen bearbeiten. Der Richterbund sieht KI-Assistenz als mögliche Entlastung. Eine ausgereifte Anwendung, die die Bearbeitung der vielen Fälle beschleunigt, fehle aber noch.
Bei Flugausfällen oder Verspätungen von mehr als drei Stunden können Reisende nach EU-Recht unter bestimmten Voraussetzungen eine Entschädigung verlangen. Je nach Flugdistanz sind 250, 400 oder 600 Euro vorgesehen. Viele Passagiere lassen ihre Ansprüche über Internetportale durchsetzen, die dafür einen Anteil einbehalten.
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