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Steam Machine: Zwei Speichermodule können mehr Leistung bringen
Lohnt es sich, einen zweiten Riegel Arbeitsspeicher in die Steam Machine zu stecken? Nein, aber besser wäre es schon. Das zeigen Benchmarks, die die Leistung der Linux-Konsole mit Single- und Dual-Channel-Speicher vergleichen.
Aktuell bestückt Valve alle Steam Machines mit einem von zwei maximal möglichen RAM-Modulen. Ein zweites Speichermodul kann allerdings nachgerüstet werden und könnte auch werksseitig später zum Einsatz kommen, dann immer noch mit einer Gesamtkapazität von 16 Gigabyte. Aktuell, heißt es von Valve, sei die Bestückung die, die sich in größeren Mengen beschaffen lasse. Anders zu verfahren würde bedeuten, weniger Steam Machines verkaufen zu können.
Wie viel Mehrleistung Dual-Channel-Speicher bringt, ließ sich bislang nur anhand Tests auf aktuellen Prozessoren abschätzen. Gamers Nexus (YouTube) liefert nun Daten anhand der Steam Machine und einem zweiten Speicher-Modul, das die Gesamtkapazität auf 32 Gigabyte verdoppelt. Die Ergebnisse sind in Anwendungen beeindruckend: Dort springen im Bestfall fast 20 Prozent heraus. Limitiert der Prozessor, bleiben davon in Spielen zwischen 0,4 und 15,3 Prozent, wobei sich die Zuwächse an den Extremen verteilen: Sie sind entweder minimal und nicht spürbar oder liegen im zweistelligen Prozentbereich. Dort sind sie merklich oder entsprechen einer höheren Detailstufe.
Wird vor allem die Grafikkarte gefordert, ist es unwahrscheinlich, dass die Limitierungen durch die Single-Channel-Konfiguration besonders stark ins Gewicht fallen, bilanziert Gamers Nexus. Der Unterschied liegt in der Regel zwischen 0,6 und 3,6 Prozent, was sich in weniger als zwei Bildern pro Sekunde niederschlägt. Lediglich Baldurs Gate 3 reißt aus, hier liegt der Leistungsunterschied auch im GPU-Limit bei 8,7 Prozent. Das bedeutet: In Dual-Channel-Konfiguration schafft die Steam Machine 60 Bilder pro Sekunde, im aktuellen Auslieferungszustand nicht.
Die Option, selbst ein Speichermodul nachzurüsten, beurteilt die Seite als eher schlecht für die Zielgruppe einer „PC-Konsole“, die wenig Erfahrungen mit dem Schrauben habe. Beim Aufmachen warnt Gamers Nexus vor unbedachtem Umgang mit Flex-Kabeln, die Valve an die Seite des Kühlers geklebt habe. Nachrüsten muss jedoch auch nicht zwingend sein. Für den Preis einer Steam Machine, die Valve ohne Subventionen verkauft, lässt sich ein deutlich schnellerer Kompakt-PC mit aktueller Plattform zusammenbauen.
Bereits zu Beginn der Speicherkrise im Januar hat sich die Redaktion in mehreren Tests ebenfalls genau dieser Thematik gewidmet. Dabei kam zum Vorschein, dass AMDs X3D-Prozessoren problemlos auch im Single-Channel-Betrieb arbeiten können, der große Zusatzspeicher hilft dann aus. Beim AMD Ryzen 5 9600X als regulärem Sechs-Kern-Prozessor war es ausgeprägter: In Spielen war Dual-Channel im Durchschnitt elf Prozent schneller, die Frametimes steigen um 12 Prozent. Die Extreme liegen bei 0 im besten und 20 Prozent Unterschied im schlechtesten Fall. Die nun ermittelten Ergebnisse der Steam Machine in einem solchen Setup sind letztlich also alles andere als überraschend.