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PS5 und Switch 2: Ex-PlayStation-Chef rät Sony und Nintendo zum Herauszögern der neuen Konsolen
Angesichts massiv gestiegener Hardware-Kosten sieht Shuhei Yoshida keinen Bedarf für einen schnellen Generationswechsel. Lediglich Xbox könnte Druck machen.
Ex-PlayStation-Chef Shuhei Yoshida ist der Ansicht, dass Sony und Nintendo die aktuelle Hardwaregeneration so lange wie möglich am Leben halten sollten.
Der Grund dafür sind natürlich die seit Beginn der aktuellen Generation aufgrund der RAM-Krise gestiegenen Kosten für Hardware. Die Preissteigerungen fallen ausgerechnet in einen Zeitraum, in dem eigentlich der Übergang zur nächsten Generation erwartet wurde.
Die im Text erwähnte "RAM-Krise" und anhaltend hohe Kosten für Halbleiter und Wafer machen der Industrie schwer zu schaffen. Weil essenzielle Bauteile für Konsolen massiv teurer wurden, lassen sich Hardware-Preise über die Jahre nicht mehr so leicht senken wie noch zu PS4-Zeiten.
"Sony und Nintendo haben ausreichend Konsolen der aktuellen Generation verkauft", sagt Yoshida in einer neuen Ausgabe des Vergecast. "Aufgrund der hohen Herstellungskosten erwägen sie womöglich, den Start der nächsten Generation nach hinten zu verschieben. Meiner Meinung nach sollten sie versuchen, die aktuelle Generation so lange wie möglich aufrechtzuerhalten. Die Leute sind schließlich sehr glücklich mit ihrer PS5 oder Switch 2."
"Das Budget der Menschen ist begrenzt. Zudem sind die Preise für spezifische PC- und Konsolen-Bauteile deutlich stärker gestiegen als in allen anderen Unterhaltungsbranchen. Wer ein System wie die PS5, die Switch 2 oder einen ausreichend leistungsstarken PC besitzt, spielt damit vermutlich rundum zufrieden und denkt nicht zwingend über eine Neuanschaffung nach."
Yoshida berichtet, dass er sich vor fünf Jahren einen Gaming-PC kaufte. Als er kürzlich über ein Upgrade nachdachte, "kam diese Preiswelle". "Ich war mit dem Austausch also schlicht zu spät dran", erzählt er. "Ich glaube, so wie mir wird es vielen Menschen gehen. Kaum jemand fordert nach dem Motto: 'Mehr Power, wir brauchen mehr Power!' Selbst bei den Entwicklern sehe ich niemanden, der nach besserer Hardware verlangt."
Sein Fazit lautet daher: "Ich denke, dass Sony und Nintendo mit der aktuellen Generation auch in den kommenden Jahren noch sehr gut fahren werden."
Anders sieht es hingegen bei Xbox aus, denn dort arbeitt "ein Team, das die Wettbewerbslandschaft verändern möchte". "Das wird nicht leicht für sie, aber jetzt schlägt ihre Stunde", betont er. "Es bleibt extrem spannend, was nächstes Jahr passieren wird."
Was den Veröffentlichungszeitplan für die Nachfolge-Konsolen betrifft, haben sich Sony und Microsoft noch nicht in die Karten blicken lassen. Dass beide an neuen Geräten arbeiten, ist hingegen kein Geheimnis. Zuletzt hatte ein bekannter Insider angegeben, dass die Chips für die nächste Generation fertig designt sind.