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OpenAI dots: Autonome KI-Agenten mit eigenem Cloud-Rechner vorgestellt
von Carsten Knobloch
29. Sep. 2026 |
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OpenAI schickt mit dots eine neue Generation von KI-Agenten ins Rennen. Wichtig vorab: Nicht in der EU. Die Helfer basieren auf dem Modell GPT-6 Astra und sollen nicht nur simple Prompts beantworten, sondern eigenständig und dauerhaft an Projekten arbeiten. Dafür spendiert OpenAI jedem dot quasi einen eigenen virtuellen Computer in der Cloud samt Browser und Entwicklungsumgebung zum Coden und Testen.
Das Konzept? Ein dot soll wie ein digitales Teammitglied agieren und über mehr als 4.000 angebundene Apps Aufgaben im Hintergrund erledigen. Erreichbar sind die Agenten direkt über ChatGPT im Web, auf dem Desktop und mobil, aber auch über Slack, Microsoft Teams, per Sprachanruf oder Textnachricht (für iMessage und RCS gibt es für Pro-Nutzer zunächst eine Warteliste). Der Agent behält dabei über die verschiedenen Kanäle hinweg den Kontext.
In der Praxis sollen dots beispielsweise Kundenfeedback analysieren, Fehler beheben und fertige Pull Requests inklusive Demonstrationsvideo vorbereiten. Auch das Erstellen von Social-Media-Beiträgen, das Anpassen von Verkaufsunterlagen oder das Vorbereiten vergessener Rechnungen übernimmt das System nach Freigabe. Wer mag, kann dem dot auch erlauben, sich mit lokalen Geräten wie dem eigenen Laptop zu verbinden.
Beim Thema Sicherheit betont OpenAI eine strikte Trennung: Der Cloud-Rechner des Agenten bleibt isoliert, Passwörter werden bei unterstützten Anmeldeverfahren nicht direkt an das Sprachmodell übergeben. Zudem greifen integrierte Regeln, die für sensible Aktionen eine manuelle Bestätigung verlangen. Daten aus Business-, Enterprise- und Edu-Workspaces werden standardmäßig nicht fürs Modelltraining genutzt, bei privaten Abos lässt sich das wie gewohnt in den Einstellungen regeln.
Die Verteilung startet ab sofort schrittweise für Nutzer mit Pro- oder Business-Premium-Abo in berechtigten Regionen. Noch einmal: Derzeit nicht in der EU. Enterprise-Kunden erhalten über ihre Administratoren Zugriff auf eine Beta. Ein erster dot ist in den genannten Tarifen ohne Aufpreis enthalten und kommt mit einem Kontingent für rechenintensivere Aufgaben, das im ersten Monat sogar höher ausfällt. Künftig sollen sich weitere Agenten gegen einen monatlichen Aufpreis hinzubuchen lassen. Spezialisierte Versionen für Unternehmen werden zudem in Pilotprojekten mit Anbindung an Microsoft Agent 365 erprobt. Sieht ganz mächtig aus, in der Ankündigung gibt's gar ein paar Bewegtbilder.
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