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Gehäusewechsel: Jonsbo X400 überrascht „Floppy5885“, hier ist sein Test
Die Marke Jonsbo hatte Community-Mitglied Floppy5885 lange Zeit kaum auf dem Schirm. Mit entsprechend niedrigen Erwartungen wechselte das langjährige Community-Mitglied nun vom Corsair 2500X auf ein Jonsbo X400. Nach dem vollständigen Umbau fällt sein Urteil deutlich positiver aus als erwartet.
Rund 130 Euro kostete ihn das Jonsbo X400 laut Floppy5885. In seinem neuen Gehäuse stecken unter anderem ein Ryzen 9850X3D, eine GeForce RTX 5070 Ti und ein MSI B850M-A PZ Pro im Back-Connect-Design. Gekühlt wird der Prozessor von einer 360-mm-AiO vom Typ be quiet! Light Loop 360.
Gegenüber dem zuvor verwendeten Corsair 2500X sieht Floppy5885 vor allem beim Aufbau Vorteile. Das ebenfalls als Zweikammer-Gehäuse ausgelegte X400 wirke strukturierter und lasse Kabel sowie Anschlüsse besser aus dem sichtbaren Bereich verschwinden. Auch von Verarbeitung und Materialstärke zeigt sich Floppy5885 überrascht. Seinen ursprünglichen Eindruck, Jonsbo eher bei günstigen chinesischen Gehäuseherstellern einzuordnen, habe der Umbau grundlegend verändert.
Wer noch mehr Metall möchte, kann zum weitgehend baugleichen X400 Pro greifen. Dieses kostet etwa 190 Euro und setzt stärker auf eine Vollmetall-Konstruktion.
Beim Kühlsystem schöpft Floppy5885 die Möglichkeiten des Gehäuses nahezu vollständig aus. Insgesamt arbeiten 13 Lüfter im X400, gegenüber neun Exemplaren im vorherigen Corsair 2500X. Frischluft gelangt über seitlich und unten montierte Reverse-Lüfter ins Gehäuse, während die Lüfter der AiO die erwärmte Luft wieder hinausbefördern.
Eine Besonderheit des X400 sind für Floppy5885 zwei zusätzliche 120-mm-Lüfter in der zweiten Kammer. Dort befinden sich normalerweise vor allem Netzteil und Kabel. Jonsbo erlaubt es, auch diesen Bereich aktiv zu belüften. Floppy5885 setzt hierfür auf zwei Silent Wings von be quiet!, die von außen praktisch nicht zu sehen sind.
Trotz der großen Zahl an Lüftern müsse das System nicht zwangsläufig laut werden. Durch die Verteilung auf zahlreiche Positionen könnten die einzelnen Ventilatoren mit niedrigeren Drehzahlen arbeiten. Gleichzeitig seien die Temperaturen gegenüber dem vorherigen Aufbau im Corsair 2500X gesunken.
Ein weiterer Grund für den Gehäusewechsel war die vertikale Montage der Grafikkarte.Im Corsair 2500X kollidierten die dafür benötigten Platzverhältnisse mit dem gewünschten Aufbau aus AiO und den unteren Gehäuselüftern. Im X400 ließ sich die GeForce RTX 5070 Ti mit einer Jonsbo-A50-Halterung besser positionieren.
Ganz ohne Schwierigkeiten ging der Umbau allerdings nicht vonstatten. Die A50 wird über zwei Streben mit Befestigungspunkten des Mainboards verschraubt. Beim verwendeten mATX-Mainboard konnte Floppy5885 nur eine davon montieren, weil der zweite benötigte Befestigungspunkt fehlt. Eine zusätzliche GPU-Stütze schafft in seinem Aufbau Abhilfe. Bei der Kombination aus A50 und mATX-Mainboard sollte dieser Punkt deshalb vorab geprüft werden.
Unterm Strich sieht Floppy5885 im X400 eine interessante Alternative zu bekannten Showcase-Gehäusen von Corsair, Lian Li oder NZXT. Vor allem das aufgeräumte Zweikammer-Konzept, die zahlreichen Lüfterpositionen und die Materialqualität konnten ihn nach dem Umbau überzeugen.