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Digitales Führungszeugnis: Ab sofort als PDF über die BundID erhältlich
von Carsten Knobloch
1. Okt. 2026 |
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Wer für den neuen Job, das Ehrenamt oder sonstige behördliche Angelegenheiten ein Führungszeugnis benötigt, musste bisher auf das bekannte grüne Spezialpapier per Post warten. Seit dem 1. Oktober 2026 gibt es das Führungszeugnis für Privatpersonen nun wahlweise auch als rein digitale Variante. Ging ja vergleichsweise schnell, nachdem man das Ganze Anfang 2026 einplante.
Das digitale Führungszeugnis wird als PDF-Dokument ausgestellt und direkt in das zentrale Bürgerpostfach bei der BundID (id.bund.de) zugestellt. Optisch unterscheidet es sich durch einen weißen Hintergrund sowie einen aufgedruckten QR-Code vom klassischen Papiermodell. Die Kosten bleiben identisch: Für beide Varianten fallen jeweils 13,00 Euro Gebühr an.
Das Beantragen läuft ausschließlich online über das Portal des Bundesamts für Justiz (fuehrungszeugnis.bund.de). Nett: Kein Behördengang und keine Postlaufzeiten. Sofern keine manuellen Prüfungen anfallen oder es sich um ein Europäisches Führungszeugnis handelt, liegt das Dokument meist innerhalb weniger Stunden im Postfach.
Für den Antrag benötigt ihr:
- Einen gültigen Personalausweis mit aktivierter Online-Ausweisfunktion (eID) samt PIN, einen elektronischen Aufenthaltstitel oder eine eID-Karte für Unionsbürger
- Ein NFC-fähiges Smartphone
- Ein BundID-Konto (kann direkt im Beantragungsprozess erstellt werden)
- Eine Kreditkarte zur Bezahlung der Gebühr
- Eventuelle Nachweise bei Gebührenbefreiung oder für ein erweitertes Führungszeugnis
Damit Arbeitgeber oder Behörden die Echtheit kontrollieren können, ist das Dokument doppelt abgesichert: über ein qualifiziertes elektronisches Siegel (QSeal) in der PDF-Datei sowie über ein visuelles Digitalsiegel (VDS) in Form eines QR-Codes. Dadurch lässt sich die Echtheit sowohl bei der digitalen Weitergabe als auch bei einem Ausdruck verifizieren.
Zum Start gibt es allerdings noch einen kleinen Haken bei der Verifizierung: Bei einzelnen Smartphone-Modellen (unter anderem dem Samsung Galaxy A36 5G und A13 5G) kommt es derzeit zu Problemen mit der benötigten Verifizierungs-App (ZeSI mobile) der Bundesdruckerei. An einem Fix wird aktuell gearbeitet.
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