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Andor - Die beste Star-Wars-Serie sollte ursprünglich mal ganz anders werden
In einer anderen Welt hätte man Cassian (Diego Luna) beschuldigt, ein imperialer Maulwurf zu sein. Bildquelle: Lucasfilm/Disney
Für viele Kritiker und Fans ist Andor die beste Star-Wars-Serie aller Zeiten. Tony Gilroy wird für seine Arbeit als Showrunner immer wieder in den höchsten Tönen gelobt. Doch wie würde Andor aussehen, wenn der 69-jährige Filmemacher nicht das Zepter in der Hand gehabt hätte?
Das neue Artbook »The Art of Star Wars: Andor« gibt einen ziemlich guten Ausblick darauf. Darin enthalten ist ein alter Pitch von Encanto-Regisseur Jared Bush, der eine ganz andere Handlung für die Serie vorgesehen hat:
Die noch junge Rebellion erleidet einen verheerenden Rückschlag, als ein in ihren Reihen versteckter imperialer Maulwurf eine Reihe von Rebellenstützpunkten zerstört. Cassian Andor, ein junger Geheimdienstmitarbeiter, gehört zu den wenigen Überlebenden, wird jedoch fälschlicherweise beschuldigt, selbst der Maulwurf zu sein. Ausgestoßen entdeckt Cassian, dass der einzige Weg, seinen Namen reinzuwaschen und den Maulwurf zu finden, darin besteht, einen imperialen Planeten zu infiltrieren, der den Schlüssel zur Aufdeckung der Identität des Maulwurfs birgt.
In der Andor-Version von Bush ist Cassian schon längst ein Teil der Rebellion und sehr in den Konflikt mit dem Imperium involviert. In der eigentlichen Serie ist es ein etwas längerer Prozess. In Staffel 1 arbeitet er zweckmäßig für den Rebell Luthen Rael (Stellan Skarsgård) und erst am Ende von Staffel 2 gehört Cassian (Diego Luna) offiziell zur Rebellion.
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Zu Beginn der Serie verfolgt Cassians eigentlich das Ziel, seine leibliche Schwester Kerri (Belle Swarc) zu finden, von der er als Kind getrennt wurde. Doch die Rebellion kommt dazwischen und spätestens in Staffel 2 muss er sich ganz anderen Problemen widmen.
Im Laufe der ursprünglichen Idee von Bush sollte aber auch enthüllt werden, wie Cassian zur Rebellion gekommen ist und warum/wie er damit beauftragt wurde, beim Diebstahl der Pläne für den Todesstern zu helfen. Hier hätte die sich Serie also auch mit den Geschehnissen von Rogue One verbunden.
Während Bush das Drehbuch für die Pilotfolge und eine Serienbibel schrieb, sollte Stephen Schiff als Showrunner für Andor fungieren. Nachdem Gilroy der damaligen Lucasfilm-Chefin Kathleen Kennedy jedoch seine Idee für Cassians Vergangenheit vorgeschlagen hatte, übernahm er die Leitung der Serie im Jahre 2019 (via ComicBookMovie).
Auf Reddit ist sich die Community einig: Gut, dass es Tony Gilroy geworden ist! Die Handlung von Bush wirkt einfach zu formelhaft. Gilroy hingegen entschied sich für eine komplexe und politische Geschichte mit strategischem Tiefgang – und genau das macht Andor so gut.