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Metalltische vs. Funkmäuse: Riot schickt Valorant-Profis bei WM zurück ans Kabel
Wenn der Schuss ausbleibt, hilft auch das beste Zielvermögen nichts: Bei der Valorant-WM in Shanghai sorgen Maus-Funkstörungen für Unterbrechungen. Riot will die Metalltische austauschen und bittet die Profis vorerst, ihre Mäuse per Kabel anzuschließen. Ein Vorfall hat bereits sportliche Folgen.
Valorant ist ein kostenloser taktischer Ego-Shooter von Riot Games, in dem zwei Teams mit jeweils fünf Spielern gegeneinander antreten. Die Spielfiguren besitzen zusätzliche Fähigkeiten; präzises Zielen und abgestimmtes Teamplay bleiben entscheidend. Bei „Champions Shanghai“, der Weltmeisterschaft des Spiels, kämpfen vom 24. September bis zum 18. Oktober 16 Teams um den Titel.
Ausgerechnet dort funktioniert die Verbindung zwischen Maus und Rechner nicht zuverlässig. In einer Stellungnahme vom 1. Oktober räumt Riot wiederholte Maus-Funkstörungen ein, die mehrere technische Pausen verursacht hätten. Der Veranstalter will die eigens gefertigten Metalltische durch Tische aus einem anderen Material ersetzen. Bis dahin sollen sämtliche Teilnehmer eine Kabelverbindung nutzen. Viele Spieler hätten bereits darauf umgestellt.
Riot erkennt an, dass die gewohnten Einstellungen der Eingabegeräte und eingeübte Bewegungsabläufe für die Leistung der Profis wichtig sind. Der Wechsel aufs Kabel sei keine ideale Lösung, derzeit aber die beste verfügbare Möglichkeit, weitere Störungen zu begrenzen.
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An update on VALORANT Champions Shanghai. pic.twitter.com/AWkQAMwUsS
Besonders brisant ist ein Vorfall aus der Begegnung zwischen FUT Esports und 100 Thieves am 30. September. In der zweiten Runde auf der Karte „Split“ konnte FUT-Spieler „xeus“ seine Waffe nicht abfeuern. Riot kommt nach einer nachträglichen Prüfung zu dem Schluss, dass eine Rücksetzung und Wiederholung der Runde hätte erlaubt werden müssen.
Die Turnierleitung übernimmt dafür die Verantwortung, hält am Spielergebnis aber fest. Andere Lösungen würden nach ihrer Begründung den Sieg eines Teams aufheben, das unter denselben Bedingungen angetreten sei und den Fehler nicht verursacht habe.
Die (vorläufige) Lösung besteht nun darin, dass Riot den Bühnenaufbau ändert. Bis dahin übernimmt das Kabel die Verbindung.