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Ex-BND-Chef Hanning wird heute dem Ermittlungsrichter vorgeführt
Der Bundesgerichtshof entscheidet heute, ob der unter Spionageverdacht stehende Ex-Chef des BND, Hanning, in Untersuchungshaft kommt. Politiker fordern derweil ein Verbot von Anschlussjobs für ehemalige hohe Nachrichtendienstmitarbeiter.
Der unter Spionageverdacht stehende Ex-BND-Präsident August Hanning soll heute in Karlsruhe einem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs (BGH) vorgeführt werden.
Hanning war gestern in Nordrhein-Westfalen festgenommen worden. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm geheimdienstliche Agententätigkeit, landesverräterische Ausspähung, Auskundschaften von Staatsgeheimnissen und versuchten Landesverrat vor. Ein Ermittlungsrichter soll den Haftbefehl gegen Hanning verkünden und über eine Untersuchungshaft entscheiden.
Hannings früherer Büroleiter beim Bundesnachrichtendienst (BND), Manfred D., sitzt schon wegen Beihilfe zum versuchten Landesverrat und zur landesverräterischen Ausspähung in U-Haft.
Sicherheitspolitiker von Regierung und Opposition fordern eine umfassende Aufklärung des Falls.
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Hanning und D. sollen den Angaben zufolge vermutlich 2010 vereinbart haben, dass der Ex-Büroleiter dem fünf Jahre zuvor aus dem Amt geschiedenen Ex-BND-Chef gegen Bezahlung fortlaufend wertvolle BND-Erkenntnisse besorgen solle.
Diese soll Hanning gewinnbringend bei seiner Beratertätigkeit verwertet haben. Nach dem Stand der Ermittlungen soll D. seinem früheren Chef bis Juni 2022 annähernd 2.000 Dokumente zur Verfügung gestellt haben.
Demnach hätte Hanning über einen Zeitraum von möglicherweise zwölf Jahren über Informationen verfügt, die ausschließlich für interne Angelegenheiten des deutschen Auslandsgeheimdienstes gedacht waren.
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07.10.2026
Der einstige BND-Chef Hanning soll streng geheime Dokumente abgegriffen und weitergegeben haben.
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