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Valve reagiert auf Bugreport: Steam unterstützt ARM-Hardware nicht offiziell
Der Steam-Client für Linux wird derzeit nicht offiziell auf ARM-Hardware unterstützt. Das bestätigt ein Valve-Mitarbeiter im Rahmen eines Bugreports zum ARM64-Client auf einem AYN Odin 3 unter Armada OS. Den entsprechenden Fehlerbericht über ein Problem mit einem Videocodec hat Valve daher wieder geschlossen.
Die Linux-Distribution Armada bringt Steam auf ARM-basierte Gaming-Handhelds mit Snapdragon-Chips. Dabei baut Armada OS auf Fedora auf und orientiert sich stark an Valves SteamOS, das auf der Steam Frame (Test) ebenfalls erstmals ARM-Hardware unterstützt. Doch ein Bugreport auf der GitHub-Seite des Linux-Clients von Steam zeigt nun, dass Valve derzeit keinen offiziellen Support für den Steam-Client für Linux auf ARM-Hardware anbietet.
So beschreibt der GitHub-Nutzer Steven Kreschollek einen Remote-Play-Fehler des Arm64-basierten Steam-Client auf einem AYN Odin 3, der sich auf den V4L2-(Video4Linux)-Decoder bezieht. Denn obwohl der Gaming-Handheld mit Qualcomm-SM8750-Chip eigentlich den AV1-Videocodec unterstützt, fragt der Steam-Client den AV1-Support über V4L2 überhaupt nicht ab. Andere Codecs wie H.264 und HEVC werden hingegen von der V4L2-Implementierung erkannt.
Ein Valve-Mitarbeiter mit dem GitHub-Username kisak-valve schloss den Fehlerbericht daraufhin mit dem Hinweis, dass „Steam für Linux derzeit nicht auf Arm-basierter Hardware unterstützt wird“ und verweist auf einen alten Bugreport aus dem Jahr 2015. Was jedoch irritiert: Für das VR-Headset Steam Frame stellt Valve den Steam-Client in einer nativen Arm64-Version bereit, zusätzlich zu dem x86- auf Arm-Kompatibilitätslayer FEX.
Somit bietet Valve zwar eine Arm64-Version von Steam an, die jedoch nur für das Steam Frame gedacht ist, wobei dieses VR-Headset unter SteamOS läuft und einen Snapdragon-8-Gen3-Chip verwendet. Doch für andere Arm-basierte Geräte wie das AYN Odin 3, die eine Linux-Version des Steam-Clients unter Armada OS nutzen, stellt Valve offenbar keinen Support bereit.
Allerdings handelt es sich bei Armada OS um ein Betriebssystem mit Alpha-Status, das nicht offiziell von Valve freigegeben ist. Daher ist es nachvollziehbar, dass in diesem Fall kein Support angeboten wird und entsprechende Fehlerberichte auf GitHub wieder geschlossen werden. Es bleibt somit abzuwarten, wie sich die Situation um den Arm-Client von Steam in der Zukunft entwickeln wird.
Steam ist Valves Plattform zum digitalen Vertrieb von Spielen und aktuell der Marktführer.