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Dritter Jahrestag des 7. Oktober: Ein emotionaler Gedenktag in Israel geht zu Ende
Die Trauer über die mehr als 1200 Todesopfer vom 7. Oktober vor drei Jahren ist in Tel Aviv groß. 50.000 Menschen versammelten sich, um zu erinnern. Doch es kam auch zu Protesten.
Wem gehört die Luft? Das Land und das Meer. Wem gehören Gold und Schmuck? Das singt Arkadi Duchin zur Eröffnung der zentralen Gedenkveranstaltung zum 7. Oktober im Yarkon-Park in Tel Aviv.
Er sitzt an einem Klavier auf einer Bühne, so groß, dass sie an ein Popkonzert erinnert. Sein Gesicht erscheint auf den meterhohen Screens, neben ihm ist ein ausgebranntes Haus nachgebildet, davor ein ausgebrannter Pick-up und umgekippte Dixieklos. Sie sollen an den Terror der Hamas in den Kibbuzim und auf dem Gelände des Nova Musikfestivals erinnern.
In Zikim griff die Hamas am 7. Oktober 2023 Israel vom Meer aus an. Wie schaut man dort heute auf den Tag?
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Vor der Bühne sitzen auf Plastikstühlen etwa 50.000 Menschen, unter ihnen auch Maurice Shnaider. Er erzählt, was der 7. Oktober 2023 für ihn bedeutet. "Es hat mein Leben für immer verändert, weil fünf Familienmitglieder von mir getötet wurden."
Am 7. Oktober hat Shnaider seine Schwester, seinen Schwager, seine Nichte und deren zwei Kinder verloren. In Israel kennen alle die Geschichte seiner Nichte.
Shiri Bibas und ihrer zwei Söhne Ariel und Kfir sind als Geiseln in der Hamas-Gefangenschaft umgekommen. "Ich konnte ewig nicht mehr einschlafen. Ich habe die Augen geschlossen und das Bild von Shiri vor mir gesehen, wie sie mit den zwei rothaarigen Kindern entführt wird. Ariel war nur vier Jahre alt. Ist das ein Feind?"
Er erzählt, dass seine Mutter eine Holocaustüberlebende war. "Das reicht doch. Glaubst du, dass das reicht? Nein, ich glaube nicht. Jetzt passiert wieder so was. Zum zweiten Mal in meinem Leben. Wieso?"
Shnaiders Geschichte ist eine von schier unzähligen Erlebnissen, die an diesem Tag geteilt werden. Auf dem Screen im Yarkon-Park erscheinen in goldenen Buchstaben die Namen der über 1200 Todesopfer.
Am 7. Oktober 2023 wurde Luis Har von der Hamas verschleppt und 129 Tage später in einer dramatischen Aktion befreit.
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