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Supergirl wird zum Kassen-Desaster: DC-Blockbuster bricht am zweiten Wochenende völlig ein
Trotz 100 Millionen Dollar Umsatz droht dem Film mit Milly Alcock ein gewaltiger Verlust. Ein US-Absturz von 74 Prozent alarmiert die DC Studios zutiefst.
Supergirl hat weltweit die Marke von 100 Millionen Dollar überschritten. Das klingt zunächst nach einer stattlichen Summe, ist für Warner Bros. und DC Studios aber eine herbe Enttäuschung. Zumal der Streifen am zweiten Wochenende in Nordamerika um 74 Prozent eingebrochen ist.
In den USA und Kanada spielte Supergirl am Wochenende nur noch 9,6 Millionen Dollar ein. International kamen weitere 9,4 Millionen Dollar hinzu. Weltweit steht der Film damit aktuell bei rund 100,5 Millionen Dollar. Für einen kleineren Genre-Film wäre das ordentlich. Für einen DCU-Film mit einem Produktionsbudget von rund 170 Millionen Dollar ist es blamabel.
Der Rückgang fällt besonders hart aus, weil Supergirl bereits am Startwochenende keine Flughöhe erreichte, bei der man sich einen solchen Absturz leisten kann. In Nordamerika eröffnete der Film mit 37,1 Millionen Dollar. Eine Woche später bleiben davon weniger als zehn Millionen übrig.
Damit landet Supergirl in einer unangenehmen Nachbarschaft. Ähnliche Einbrüche gab es zuletzt bei Filmen wie The Flash, Morbius, The Marvels oder Joker: Folie à Deux. Auf dieser Liste möchte kein Studio seinen Film wiederfinden.
An den nordamerikanischen Kinokassen blieb Supergirl am zweiten Wochenende nur Platz vier. Vor ihr lagen Minions & Monsters, Toy Story 5 und Young Washington. Für DC ist das ein echtes Problem, weil Supergirl erst der zweite Kinofilm des neuen DCU ist. Nun müssen die nächsten Filme beweisen, dass Superman kein Zufallserfolg war, sondern tatsächlich der Startpunkt eines tragfähigen neuen Universums.
Branchenberichte gehen bei Supergirl von rund 170 Millionen Dollar Produktionskosten und etwa 120 Millionen Dollar Marketing aus. Solche Zahlen sind nie die ganze Wahrheit, weil Kinoerlöse, Verleihanteile, Werbung, internationale Deals und spätere Auswertungen komplizierter sind als ein einfacher Kassensturz. Trotzdem ist die Richtung klar: Ein weltweites Einspiel knapp über 100 Millionen Dollar reicht nicht, um diesen Film in die Nähe der Gewinnzone zu bringen.
Peter Safran, Co-Chef von DC Studios, räumte nach dem schwachen Start ein, dass Supergirl die Erwartungen an den Kinokassen nicht erfüllt habe. Zugleich verwies er auf die langfristige Strategie des Studios. Das ist nachvollziehbar. Kein Studio erklärt ein frisch gestartetes Filmuniversum nach dem ersten Rückschlag öffentlich zum Problemfall. An der Lage ändert das wenig: Der zweite DCU-Kinofilm sollte Vertrauen schaffen. Stattdessen nährt Supergirl nun genau die Zweifel, die der Neustart eigentlich loswerden wollte.
Für Milly Alcocks Kara Zor-El bedeutet das vorerst keinen Abschied. Supergirl soll in Man of Tomorrow zurückkehren, dem nächsten Superman-Film von James Gunn. Auch darüber hinaus wurde der Figur bereits eine wichtige Rolle im DCU angedeutet. Das Studio setzt also nicht nur auf diesen einen Film, sondern auf Alcock als wiederkehrende Figur.
Als Nächstes folgt mit Clayface ein deutlich anders gelagerter DC-Film mit Body-Horror-Einschlag. Danach rückt Man of Tomorrow wieder Superman ins Zentrum. Supergirl hat diese Pläne nicht zerstört, aber spürbar belastet. DC muss beim nächsten Kinofilm nun nicht nur liefern, sondern verlorenes Vertrauen zurückholen.