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Mastercard: Kartenzahlung bei Netz- und Stromausfällen ab 2027 europaweit möglich
von Carsten Knobloch
8. Okt. 2026 |
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Wenn der Strom weg ist oder die Internetleitung streikt, stehen Kunden an der Kasse manchmal dumm da. Mastercard will dieses Problem nun europaweit anpacken und führt verbindliche Vorgaben für Offline-Zahlungen ein.
Ab Februar 2027 müssen alle neu ausgegebenen Mastercard-Karten in Europa für Offline-Zahlungen gerüstet sein. Auch bei den Händlern zieht das Unternehmen die Zügel an: Bis Mai 2027 müssen sämtliche neu installierten Zahlungsterminals sowie alle Austauschgeräte die Offline-Funktion unterstützen. Damit soll sichergestellt werden, dass alltägliche Einkäufe in Supermärkten, an Tankstellen, in Apotheken oder an Ticketautomaten auch bei einem Ausfall per Chip und PIN bezahlt werden können.
Das Prinzip hinter den Offline-Zahlungen ist recht simpel: Auf dem Chip der Karte wird ein Ausgabenlimit hinterlegt, das zuvor von der jeweiligen Bank festgelegt wird. Verliert ein Terminal die Verbindung zum Netz, kann die Zahlung trotzdem lokal autorisiert werden. Das Limit liegt bei maximal 200 Euro pro Transaktion. Sobald das Terminal wieder online ist, werden die zwischengespeicherten Daten automatisch zur Verrechnung übermittelt.
Ganz neu ist das Verfahren für den Zahlungsdienstleister nicht. Mastercard hat die Notfall-Transaktionen bereits in Dänemark, Schweden, Estland und Lettland erprobt. Dort konnten Geschäfte bei Stürmen oder Serverausfällen über Notstromaggregate und die lokale Autorisierung weiterarbeiten, ohne Kunden wegschicken zu müssen.
Nach Abstimmung mit Regierungen, Aufsichtsbehörden und Zentralbanken wird die Technik nun stufenweise auf ganz Europa ausgeweitet, darunter natürlich auch Deutschland, Österreich und die Schweiz.
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