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Gears of War: Studio-Chef verspricht schnellere Fortsetzung und weicht Fragen zu Entlassungen aus
Nach dem Release von E-Day bangen Mitarbeiter von The Coalition um ihre Jobs. Studio-Chef Mike Crump verweist derweil auf eine kürzere Entwicklungszeit.
The Coalition, das zu Microsoft gehörende Studio hinter Gears of War: E-Day, Gears 4 und Gears 5, hat die umfangreichen Entlassungen und Kürzungen weitgehend überstanden, die Xbox-CEO Asha Sharma anstieß, um die Gaming-Sparte wieder in die Gewinnzone zu führen.
Wie Eurogamer jedoch berichtete, befürchten nach dem Release von Gears of War: E-Day viele Mitarbeiter bei The Coalition, kurz darauf entlassen zu werden. Womöglich entgehen ihnen dadurch auch ihre Bonuszahlungen.
In einem Interview mit der BBC wurde Studioleiter Mike Crump nun auf diese Berichte angesprochen und gefragt, ob Stellenstreichungen für das kanadische Studio geplant sind. Konkrete Details zur Zukunft des Studios nannte Crump allerdings nicht.
Dass The Coalition ganze sieben Jahre für die Entwicklung von Gears of War: E-Day benötigte, liegt maßgeblich am weitreichenden Wechsel auf die Unreal Engine 5. Das dabei erschaffene Fundament und die Assets sollen dem Studio nun helfen, künftige Projekte deutlich schneller umzusetzen.
"Ich sage mir selbst und dem Team immer wieder, dass wir uns einfach auf die Dinge konzentrieren müssen, die wir selbst beeinflussen können", erklärte Crump. "Für uns geht es darum, ein fantastisches Spiel abzuliefern, das die Menschen lieben werden. Und ich habe das Gefühl, dass uns genau das als Team gelungen ist."
E-Day kam bei der Presse ziemlich gut an und wurde auch von den Spielern begeistert aufgenommen. Das Spiel verzeichnet sogar die besten Zahlen der Reihe auf Steam.
Die große Frage ist jedoch, ob das ausreicht, um The Coalition abzusichern und Xbox von Investitionen in ein Nachfolgeprojekt zu überzeugen. E-Day ist konsolenexklusiv für Xbox erschienen – eine Entscheidung, die Berichten zufolge erst kurz vor der großen Enthüllung im Sommer überstürzt getroffen wurde. Das schränkt die Zielgruppe und das Absatzpotenzial spürbar ein.
"Gears ist seit nunmehr 20 Jahren eine exklusive Reihe für Xbox. Die Marke ist gewissermaßen tief mit der Konsole verwoben", sagt Crump.
Auf die Frage, wie das Studio Erfolg misst, erklärte der Studioleiter, dass reine Zahlen zwar wichtig seien, man aber noch weitere Faktoren berücksichtige. Crump dazu: "Wir messen Dinge wie: Repräsentieren wir die Plattform angemessen? Reizen wir die Hardware bis an ihre Grenzen aus? Zeigen wir, wozu die Xbox fähig ist? Unser Ziel ist es im Grunde, das optisch beeindruckendste Spiel auf der Xbox abzuliefern und der gesamten Branche zu demonstrieren, was mit unserer Hardware möglich ist."