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GOG zum PlayStation-Disc-Aus: "Zukunft des Gamings darf nicht auf Kosten des Besitzes gehen"
Während Sony haptische Medien aufgibt, erinnert der PC-Store an sein Gründungs-Mantra. Unabhängige Offline-Installer seien heute wichtiger denn je.
Im Zuge von Sonys Ankündigung, die Produktion von PlayStation-Discs einzustellen, und den aufkeimenden Bedenken rund um den Besitz von Spielen, hat der digitale PC-Spiele-Shop GOG die Gelegenheit genutzt, um daran zu erinnern, worauf es wirklich ankommt.
GOG (ehemals Good Old Games) hat sich mit dem Verkauf DRM-freier Spiele einen Namen gemacht – das war von Beginn an das Gründungs-Mantra des Unternehmens. Anders als bei Steam, wo ihr beim Kauf eines Spiels lediglich eine Lizenz innerhalb dieses Ökosystems erwerbt und es nirgendwo sonst spielen könnt, verkauft GOG digitale Spiele, die ihr herunterladen und völlig unabhängig von einem Ökosystem oder Shop besitzen könnt. Sobald ihr sie habt, gehören sie euch und ihr könnt damit machen, was ihr wollt.
Diesen Ansatz beim digitalen "Besitz" verfolgen PlayStation, Xbox oder Nintendo bekanntermaßen nicht – und das wird sich in Zukunft wohl auch kaum ändern. Wenn ihr ein Spiel auf deren jeweiligen Konsolen kauft, ist es untrennbar mit dem Account und dem Gerät verbunden, auf dem ihr den Kauf getätigt habt. Ihr könnt diese Spiele weder teilen noch weiterverkaufen oder von euren Konten entkoppeln – in gewisser Weise gehören sie euch also nie so wirklich.
"Jede Abkehr von physischen Medien macht die Debatte über den Besitz und den Erhalt von Spielen noch wichtiger", erklärte mir GOGs Co-CEO Krzysztof Papliński in einer E-Mail. "Technologie entwickelt sich weiter, doch der Grundgedanke, dass Spieler den Zugang zu ihren gekauften Spielen behalten sollten, darf sich nicht ändern. Da die Branche zunehmend digitaler wird, solltet ihr als Spieler das absolute Vertrauen haben können, dass eure gekauften Spiele zugänglich bleiben – völlig unabhängig von Änderungen an Plattformen, Storefronts oder Geschäftsmodellen. An dieses Prinzip glauben wir seit der Gründung von GOG."
DRM (Digital Rights Management) schränkt als Kopierschutz die Nutzung digitaler Medien massiv ein. GOG verzichtet komplett darauf. Wer hier ein Spiel kauft, erhält eine unabhängige Installationsdatei, die auch ohne Launcher, Internet oder Server-Zwang dauerhaft funktioniert.
"Für uns gehen der Erhalt von Spielen und der Besitz Hand in Hand. Genau aus diesem Grund ist jedes Spiel auf GOG DRM-frei und bietet Offline-Installer. So geben wir den Leuten die dauerhafte Kontrolle über ihre Käufe. Die Zukunft des Gamings sollte nicht auf Kosten des Besitzes gehen. Den Zugang zu Spielen für die kommenden Jahre zu sichern, ist eine Verantwortung, die die gesamte Branche ernst nehmen sollte. Wir hoffen, dass Diskussionen wie diese alle dazu ermutigen, sowohl dem Besitz durch die Spieler als auch dem langfristigen Erhalt der Spiele einen höheren Stellenwert einzuräumen. Diese Prinzipien stehen bei GOG seit dem ersten Tag im Mittelpunkt und werden auch weiterhin unser Handeln leiten."
Tatsächlich reagierte GOG auf X auf die Nachricht von Sonys Absicht, die Disc-Produktion einzustellen, mit dem Statement: "Selbst wenn ein Spiel aus dem GOG-Storefront verschwindet, verlässt es niemals eure Bibliothek." Diese Bemerkung unterstreicht eine berechtigte Sorge: Selbst wenn ihr ein Spiel gekauft habt, kann es immer noch entfernt werden, sofern das Unternehmen, dem das Ökosystem gehört, dies für richtig hält. Ähnliches haben wir auf der PlayStation bereits bei Filmen erlebt. Dort standen Hunderte Filme von Studio Canal auf der Abschussliste, obwohl die Nutzer sie vermeintlich "besaßen".
Die Frage nach dem Besitz von Spielen steht im Zentrum der Debatte um Sonys laufwerklose Zukunft. Diese wird wahrscheinlich auch eine laufwerklose Zukunft für die Xbox und vielleicht sogar eine Modul-lose Zukunft für Nintendo nach sich ziehen. Damit verbunden ist auch die Frage der Spieleerhaltung: Wie können wir die dauerhafte Existenz von Spielen sichern, wenn sich die Dienste, an die sie gebunden sind, entweder