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Google und Unity stellen Plattformen zur Spieleentwicklung mittels generativer KI vor
Während Googles experimentelles Tool als simpler Einstieg dient, richtet sich Spark eher an Engine-Profis. Doch die neue Technik sorgt auch für Kritik.
Google und Unity haben gestern neue Plattformen für generative KI-Spieleentwicklung angekündigt. Damit lassen sich Spiele allein durch die Eingabe von Text-Prompts entwerfen und anpassen. Googles Produkt heißt Playground und kann in den USA bereits getestet werden. Das Gegenstück von Unity nennt sich Unity Spark und soll "bald" erscheinen.
Dass diese Ankündigungen zeitgleich passieren, ist kein Zufall. Google Playground wird Unity Spark direkt integrieren. Laut Googles Blogpost können "Creators" so ihre "Konzepte erweitern", wenn sie "robuste Mechaniken auf Profi-Niveau und erstklassige 3D-Fähigkeiten" benötigen.
Hier zeigt sich also ein zweistufiges Konzept. Google Playground dient als Einstiegsplattform. Es ist eher ein – entschuldigt kurz meinen Brechreiz – 'Vibe-basiertes' Tool zur Ideenfindung. Man tippt einfach einen Haufen Wörter in ein Textfeld, während man vermutlich die eigene Kreativität bewundert und Lifestyle-Selfies an irgendeinem Strand knipst. Im Hintergrund bastelt Google Playground daraus ein ziemlich simples Spiel. Ist man damit zufrieden und lässt sich von einer KI gleich den passenden LinkedIn-Post über den neuen Karriereweg schreiben, kann man das Spiel mit anderen Playground-Usern teilen.
Dazu sagt Google: "Spiele sind eine der kreativsten Ausdrucksformen, und die Gaming-Community wächst unaufhaltsam. Allerdings war die Spieleentwicklung bisher einer kleinen Gruppe vorbehalten, die technische Erfahrung und Wissen über komplexe Game-Engines mitbringt. Heute stellen wir Playground vor. Auf dieser experimentellen Plattform könnt ihr eigene Spiele erschaffen, spielen und teilen. Playground senkt die Einstiegshürden enorm. Eine Spielidee zum Leben zu erwecken, ist jetzt so einfach, wie sie mit ein paar Prompts zu beschreiben – ganz ohne Programmierkenntnisse."
Unity Spark ist da schon eine Ecke komplexer. Zwar gibt es auch hier Text-Prompts, diese fungieren aber eher als Shortcuts oder Helfer innerhalb der klassischen Unity-Engine. Es ist also kein "Text reinhauen, zurücklehnen und zaubern lassen"-Szenario. In einem Interview mit Gamefile unterstrich Unity-Chef Matt Bromberg genau diesen Punkt: Bei Spark gehe es nicht darum, die Spieleentwicklung mit einem simplen Befehl abzufertigen.
"Ich will niemanden schlechtreden, der Dinge auf Knopfdruck erledigen will", erklärte Bromberg. "Es gibt da draußen eine gewisse Begeisterung darüber, was diese Technologie leisten kann. Vielleicht feiern die Leute das einfach auf diese Weise." Dennoch stellte er klar: "Unity Spark wird nicht für jeden geeignet sein. Viele Menschen haben schlicht nicht die Geduld und den Ehrgeiz, etwas Echtes zu erschaffen."
"Eine KI aufzufordern, ein bereits existierendes Spiel nachzubauen, macht euch noch nicht zu [Hideo] Kojima. Es macht euch genauso wenig zu berühmten Spieleentwicklern, wie euch das Abtippen des ersten Absatzes von Krieg und Frieden in eine Textverarbeitung zu Tolstoi macht."
Eines der Kernfeatures von Unity Spark ist die Möglichkeit, Spiele in Echtzeit gemeinsam mit anderen zu entwickeln. Ein Vorstellungsvideo zeigt das bereits in Aktion: Zwei Personen – Mari und Theo – basteln darin an ihrem Traumspiel namens Space Corridor. Das Ergebnis ist ein ziemlicher Schrott-Shooter, der aber zumindest schnell zusammengezimmert wurde. Während der Entwicklung blitzt die Komplexität der Engine jedoch deutlich auf.
Gamefile durfte sich eine Live-Demo von Unity Spark ansehen. Offenbar greift das Tool für seine Assets direkt auf den Unity Store zu. Woher Google Playground seine Artworks und Assets bezieht, wissen wir noch nicht – dazu hat Google geschwiegen. Gamefile hakte bei Bromberg auch in Sachen CO2-Fußabdruck von Spark nach. Schließlich dürfte die KI-gestützte Spieleentwicklung enorm viel Strom fressen. Könnte es künftig eine Schätzung des CO2-Verbrauchs direkt neben den Pro