// EUROGAMER.DE — GAMING
Modern Warfare 4: Teure Fahrzeug-Spawns in DMZ verschaffen Veteranen unfairen Vorteil
Wer im In-Game-Geld schwimmt, startet künftig direkt im Buggy oder Helikopter ins Match. Anfänger, die zu Fuß ins Rennen gehen, haben das Nachsehen.
Die Woche voller Enthüllungen rund um Call of Duty: Modern Warfare 4 DMZ geht weiter. Das neueste Info-Häppchen rückt dabei eine fragwürdige Neuerung ins Rampenlicht, die in einem Extraction-Shooter offenbar für handfeste unfaire Vorteile sorgt.
Der DMZ-Progression-Trailer, der über Nacht live ging, dreht sich primär um das Metagame abseits der eigentlichen Matches. Zwischen den Runden könnt ihr Zeit in der Forward Operating Base (FOB) verbringen. Dort rüstet ihr Waffen auf und passt sie an, schaltet neue Fähigkeiten für eure Operatoren frei, stellt am 3D-Drucker nützliche Items her und bereitet euch auf den nächsten Einsatz vor. Vieles davon kam bereits Anfang der Woche ans Licht.
In Extraction-Shootern ist Zeit die wichtigste Ressource. Wer durch Helikopter oder Buggys rasend schnell an den sogenannten Points of Interest ankommt, kann lukrative Bosse ausschalten und die wertvollste Beute sichern, bevor Feinde zu Fuß überhaupt das Gebiet erreichen.
Eine Neuerung stach jedoch besonders hervor: Sie regelt, wie Spieler ein Match betreten – und mit welcher Ausrüstung. Das Video zeigt fünf verschiedene Methoden für den sogenannten Infil, die sich preislich stark unterscheiden. Die Spanne reicht vom kostenlosen Einstieg bis hin zu saftigen 100.000 US-Dollar an DMZ-Cash pro Einsatz.
Wählt ihr die kostenlose Option, spawnt euer Charakter ganz klassisch zu Fuß an einem zufälligen Punkt auf der Karte. In allen anderen Extraction-Shootern gilt das längst als Standard, da so alle Spieler unter den gleichen Bedingungen ins Match starten. Doch Modern Warfare 4 DMZ geht hier gleich mehrere Schritte weiter.
Die nächste Einstiegsmöglichkeit kostet 5.000 Dollar. Dafür spawnt das Squad direkt in einem Polaris Dagor A1, einem taktischen Geländewagen, der gleich zu Beginn einen massiven Geschwindigkeitsvorteil liefert. Wer hingegen stolze 25.000 Dollar in die Hand nimmt, startet in einem Light Tactical Vehicle (LTV) mit wesentlich dickerer Panzerung. Laut dem Call of Duty Blog verfügt die LTV-Version, die man regulär auf der DMZ-Karte findet, optional über ein aufmontiertes Kaliber-.50-Maschinengewehr. Ob auch das Spawn-LTV damit ausgestattet ist, bleibt allerdings unklar.
Für 50.000 Dollar setzt euch das Spiel direkt in einen Hubschrauber – ein gigantischer Vorteil gegenüber Spielern, die zu Fuß ins Rennen gehen. Die mit Abstand absurdeste Option ist jedoch die 100.000-Dollar-Stufe. Dahinter verbirgt sich ein Luftfahrzeug, das stark an das Frachtflugzeug erinnert, aus dem man in Battle-Royale-Shootern wie Warzone abspringt. Das erlaubt dem Squad vermutlich, den genauen Startpunkt auf der Karte völlig frei zu wählen. Ein absoluter Luxus, der anderen Spielern verwehrt bleibt, da die Spawnpunkte in DMZ normalerweise rein zufällig verteilt sind.
Es sei jedoch angemerkt, dass ihr euch die Option, in einem LTV oder Hubschrauber zu spawnen, erst freispielen müsst. Dafür gilt es, für jedes Fahrzeug eine eigene Story-Mission abzuschließen. Sie stehen den Spielern also nicht sofort ab Tag eins zur Verfügung, selbst wenn sie das nötige Kleingeld bereits zusammengekratzt haben.
Dennoch bieten alle motorisierten Einstiegsoptionen handfeste Vorteile. In einem Buggy rast ihr sehr schnell über die Karte und hakt ein Einsatzziel nach dem anderen ab. Ein Squad im Hubschrauber legt da noch eine Schippe drauf und fliegt womöglich auf direktem Weg zum Spawn-Ort eines Bosses, schaltet diesen aus und extrahiert sofort wieder. Da euch diese Fahrzeuge das gesamte Match über erhalten bleiben – vorausgesetzt, niemand zerstört oder verlässt sie –, könnt ihr extrem effizient zwischen den Points of Interest hin- und herspringen, bevor ihr die Extraction anpeilt. Das senkt das Risiko des gesamten Einsatzes dramatisch.