// COMPUTERBASE — MOBILE & WEB
Mova Lidax Ultra 1000 AWD im Test: Mähroboter mit Lidar-Navigation für unverwinkelte Gärten
Mit zwei Kameras, Lidar-Navigation, schwebendem, verschiebbarem Messerteller, Home-Assistant-Anbindung und Dreame-Technik bietet der Mova Lidax Ultra 1000 AWD viel für weniger als die Konkurrenz. Es hakt aber noch nicht nur bei der automatischen Kartierung, weshalb der Mähroboter nicht für jeden die richtige Wahl ist.
Mit dem Mova Lidax Ultra 1000 AWD bekommt man einen hervorragend ausgestatteten Mähroboter ohne Begrenzungskabel oder RTK-Station für bis zu 1000 m² Rasenfläche mit Technik von Dreame zum günstigeren Preis. Mit zwei Kameras, Lidar-Navigation, zwei Messerscheiben mit 12 Messern auf einem auch seitlich beweglichen Teller für den Randschnitt, Allradantrieb und einem Akku mit 243 Wh Kapazität erscheinen selbst die im Handel aufgerufenen 1.399 Euro im Vergleich zur über 1.000 Euro teureren Konkurrenz von Dreame günstig.
Ausgelegt für rund 1.000 m² bietet der Mova Lidax Ultra 1000 AWD eine Schnittbreite von 40 cm, um Flächen zügig fertigstellen zu können. An Ränder kommt der Rasenmähroboter bis auf rund 4 cm heran, da sich die gesamte Mäh-Aufhängung beim Kantenschnitt zur Seite bewegt und so den Abstand zum Rand verringert. Wie nah, hängt auch vom Verlauf der Kante ab. Mal sind es nur 3-4 cm, mal aber auch 6 cm oder mehr, wenn eine Kurve gefahren werden muss. Regelmäßige Nacharbeit an Rändern mit erhöhter Kante ist deshalb nötig. Auch die Höhenverstellung erfolgt beim Mova Lidax Ultra 1000 AWD nicht über einen Drehregler am Gerät, sondern lässt sich per App einstellen und wird über Motoren automatisch angepasst. Stellen, die der Mähroboter ausgespart hat, beispielsweise weil Pflanzen zu tief über dem Rasen hängen, kann man im manuellen Modus mit dem Smartphone als Controller und Display jederzeit selbst nacharbeiten.
Die Kehrseite all dieser Technik und Funktionen ist zweifellos die Größe des Mova Lidax Ultra 1000 AWD. Zwar geht er mit Abmessungen von rund 74 × 53 × 32 cm und einem stattlichen Gewicht von rund 24 kg auf einem 1.000-m²-Grundstück immer noch problemlos unter, aber für kleinere Gärten oder Flächen mit vielen Hindernissen und vor allem für Engstellen ist er nicht optimal. Im Test konnte er ein schmales Rasenstück mit einer Breite von 75 cm weder passieren noch mähen. Bei der Einrichtung abgefahren, wird es vom Mähroboter anschließend aus der Karte entfernt und nicht mehr beachtet. Ein weiteres, auch nur knapp 60 cm breites Rasenteilstück, aus dem rückwärts wieder navigiert werden muss, lässt sich ebenso nur manuell mähen. Befinden sich viele Hindernisse auf dem Rasen, etwa Tischgruppen oder Bäume, wirkt der Mova Lidax Ultra 1000 AWD ob seiner Größe etwas schwerfällig beim Umkurven. Um möglichst wenig nacharbeiten zu müssen, kann man aber die Abstände, die der Mähroboter zu diesen Objekten einhält, reduzieren.
Darüber hinaus fielen im Test immer wieder Stellen auf dem Rasen auf, die trotz des Abfahrens der Rasenfläche in geraden Reihen nicht perfekt gemäht und höher als der restliche Rasen waren. Hier hat der Mähroboter einfach ein paar Zentimeter Lücke zwischen den Bahnen gelassen und dies auch später nicht automatisch korrigiert. Etwas Abhilfe schafft das Aktivieren eines Kreuz- oder Schachbrettmusters anstelle gerader Bahnen.
Das schwimmende Mähdeck sorgt aber dafür, dass auch in Senken gemäht wird, in denen andere das Gras zu hoch stehen lassen und der Rasen auch bei Unebenheiten überall gleich lang geschnitten wird. Diese unabhängige Lagerung der Mähteller bieten gerade günstigere Modelle nicht. Auch die geringe Lautstärke des Mova Lidax Ultra 1000 AWD während des Mähvorgangs ist positiv zu verbuchen.
Zudem ist die automatische Erkennung und Anpassung des Rasenrands nach der initialen Kartierung verbesserungswürdig. Wird an einem Rand anfänglich beim Abfahren zu viel Platz gelassen, korrigiert der Mova Lidax Ultra 1000 AWD diese Lücke beispielsweise zu Rasenkantensteinen mit dahinter liegendem Beet nicht automatisch, sondern hält diesen Abstand auch zukünftig ein, so dass der Rand nicht optimal g