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Kodi 22: Erster Release Candidate von „Piers“ steht bereit
von Carsten Knobloch
10. Okt. 2026 |
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Das Team hinter dem beliebten Mediencenter hat den ersten Release Candidate für Kodi 22 mit dem Codenamen „Piers“ freigegeben. Nach der Beta-Phase biegen die Entwickler damit auf die Zielgerade ein. Der Fokus lag zuletzt vor allem auf Fehlerbehebungen und dem Feinschliff der neuen Funktionen. Mehr als zwei Jahre nach der Veröffentlichung von Kodi 21 („Omega“) nähert sich die neue Hauptversion damit der finalen Fertigstellung. Vermutlich haben einige schon vorher mal einen Blick in die Beta geworfen.
Bei der Videowiedergabe hat sich einiges getan. Kodi 22 bringt plattformübergreifend Verbesserungen für HDR mit. Dazu gehören HDR-Overlays, UHD PGS Untertitel, eine optimierte Farbbehandlung sowie ein Tonemapping von HDR auf SDR für Untertitel unter Windows. Die Basis bildet nun das aktualisierte FFmpeg 9.0.2.
Auch wer gerne physische Medien oder entsprechende ISOs nutzt, bekommt Nachschub: Die Erkennung von Blu-ray-Filmen und Serienepisoden wurde überarbeitet. Das Mediencenter gleicht Playlists und Metadaten laut Changelog nun präziser ab, bindet Episoden sauberer in die Bibliothek ein und verbessert die Navigation auf optischen Medien.
Gamer dürfen sich über ein größeres Upgrade des integrierten RetroPlayers freuen. Dieser unterstützt jetzt Shader, bietet neue Skalierungsoptionen und geht besser mit Spielen um, die über mehrere Discs verteilt sind. Neben einer neuen Cheat-Engine gibt es OpenGL Hardware-Rendering für 3D-Titel sowie erweiterte RetroAchievements inklusive Ranglisten und Bildschirmanzeigen. Habe die Funktion tatsächlich nie genutzt.
Darüber hinaus gibt es Neuerungen quer durch das gesamte System:
* Android erhält Unterstützung für Deep Links sowie optisch überarbeitete Icons.
* Unter Linux und webOS wurden diverse Grafik- und Audio-Fehler behoben, unter webOS wechselt die Audioausgabe zudem auf PulseAudio.
* Für Apple-Plattformen gibt es unter macOS Unterstützung für JIT-Ausführung sowie Anpassungen für neuere Xcode-Builds.
* Beim PVR wurden EPG-Zeitstempel korrigiert, sodass diese auch über das Jahr 2038 hinaus gültig bleiben.
* Erste Grundlagen für WebAssembly-Kompatibilität sind ebenfalls an Bord.
Ganz fehlerfrei ist der erste Release Candidate noch nicht. Wer Kodi ohne die gepatchte TagLib 2.3.1 betreibt, muss mit Einschränkungen beim Matroska-Tagging rechnen. Unter Linux kann die HDR-Wiedergabe zudem dazu führen, dass Menü- und OSD-Elemente zu transparent oder ausgewaschen dargestellt werden.
Wer die Vorabversion ausprobieren möchte, findet den Download auf der offiziellen Kodi-Website im Bereich „Prerelease“ für alle unterstützten Betriebssysteme. Wie immer gilt vor dem Einspielen einer Testversion: Legt euch vorher ein Backup eurer bestehenden Installation und Datenbanken an.
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