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Wie Start-ups in Deutschland trotz Hürden Erfolg haben können
Ein Berliner KI-Start-up zeigt, wie deutsche Gründer es auf die Weltbühne schaffen. Doch viele aufstrebende Unternehmen werden in ihrem Potenzial immer noch ausgebremst. Dabei gebe es viel Talent, sagt ein Gründer.
Wer die Hotline des Hauptstadt-Flughafens BER anruft, hat in aller Regel eine Künstliche Intelligenz am Apparat: eine Agentic AI, wie der Fachbegriff lautet. Eine Künstliche Intelligenz (KI) also, die komplexe Aufgaben erfüllen kann - weit mehr als nur ein Sprachmodell, das versucht, das richtige Wort zu erraten, das es als Antwort geben soll.
Diese KI müsse viel mehr können, brauche "nicht allgemeine Infos, sondern ganz spezielle Informationen über den BER", erklärt Stefan Ostwald, einer der Gründer des deutschen Start-ups Parloa und KI-Chef des Unternehmens. Parloa hat die Agentic AI entwickelt, die hinter der Hotline des BER steht.
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Die BER-Software funktioniere anders als ein klassisches Large Language Modell (LLM), mit dem Benutzer regelmäßig zu tun haben. Das Programm müsse einerseits interne Abläufe im Flughafenalltag analysieren und bewerten können und andererseits verstehen, was die Anrufer wollen. Eine weitere Herausforderung, denn Menschen drücken sich oft unklar oder ungenau aus.
Hier helfen Sprachmodelle. Ziel sei es, so Ostwald, dass "Menschen in ihrer Sprache sprechen können" und die KI sie dennoch versteht und ihnen weiterhilft. "Passgenau", wie Ostwald sagt. Das sei der Anspruch an das eigene Produkt. "Das Schwierigste bei der Entwicklung sind eigentlich die internen Prozesse bei den Firmen."
Parloa konzentriert sich bei der Akquise auf die 2.000 größten Firmen der Welt. Hier gibt es Aufträge, die groß genug sind, den Entwicklungsaufwand wieder einzuspielen. Eine strategische Entscheidung: Parloa will mitspielen im Konzert der global agierenden KI-Unternehmen, und die KI für Flughafen-Passagiere sei dabei ein klassisches Produkt im Portfolio.
Die deutsche Gründerbranche bringt immer mehr Milliarden-Start-ups hervor.
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Das Berliner Start-up ist ein "Unicorn", auf Deutsch Einhorn. So bezeichnet man Gründungen, die einen Marktwert von einer Milliarde US-Dollar erreichen. Das ist besonders, denn Europa und Deutschland gelten als schwieriges Pflaster für Start-ups. Die Kritik lautet häufig: zu viele Regularien, zu wenig Risikobereitschaft und auch zu wenig Kapital, das in neue Unternehmen investiert wird.
Ostwald teilt viele dieser Kritikpunkte, sagt aber auch: "Was wir gemerkt haben ist, dass das Ökosystem in Deutschland und Europa erwachsener geworden ist."