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Bokeh Game Studio: Silent-Hill-Schöpfer Keiichiro Toyama arbeitet an neuem Horrorspiel
Ein Casting-Aufruf für Motion-Capture-Darsteller liefert erste Details zu düsteren Themen und Charakteren des Slitterhead-Nachfolgers.
Keiichiro Toyama arbeitet offenbar an seinem nächsten Horrorspiel. Der Kopf hinter Bokeh Game Studio war zuvor als Director für das originale Silent Hill verantwortlich und erschuf Reihen wie Siren und Gravity Rush.
Wie MP1st berichtet, sucht Bokeh aktuell nach Motion-Capture-Darstellern für das nächste Projekt. Einen offiziellen Titel gibt es dafür bislang anscheinend noch nicht.
Der Casting-Aufruf nennt konkrete Rollen wie River, Dean, Lyra, Hazel, Becca, Dena und Emma. Außerdem wird ein achtjähriges Mädchen gesucht.
Bokeh Game Studio wurde von Keiichiro Toyama gegründet. Das Erstlingswerk des japanischen Entwicklerstudios, das Action-Horrorspiel Slitterhead, erschien im Jahr 2024 und setzte auf Körper-Horror-Mechaniken.
Die Charakterbeschreibungen deuten auf sehr erwachsene Themen hin. Darunter fallen Drogenkonsum und -handel, Gewalt, Missbrauch, Trauer sowie Sexarbeit. Mehrere Figuren sollen sich zudem im Spielverlauf in Kreaturen verwandeln. All das erinnert stark an Toyamas letztes Werk Slitterhead. Das ist durchaus spannend, denn der Titel sorgte bei seinem Release nicht gerade für Begeisterungsstürme.
Für die Figur River dienen die Schauspieler River Phoenix und Kurt Cobain als optische Vorbilder. Bei Lyra verweist das Studio bezüglich der gewünschten Stimmung und Ausstrahlung auf Mia Goth.
Bokehs Erstlingswerk Slitterhead feierte 2024 seinen Release. In unserem Eurogamer-Test zu Slitterhead kam das Spiel ebenfalls nicht sehr gut weg. Damals schrieb Leonie: "Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Slitterhead zwar einige interessante Ansätze und ein spannendes Szenario bietet, jedoch bei der Umsetzung scheitert. Schon die Erzählperspektive des Spiels ist recht trocken, da die einzelnen Charaktere oft nur Monologe abspulen und die Figuren nur wenig untereinander sprechen. Die Handlung ist oberflächlich und wiederholt sich oft, während das Gameplay durch ein schwaches Kampfsystem und wenig abwechslungsreiche Mechaniken enttäuscht."