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Selenskyj will Angriffe auf russische Raffinerien fortsetzen
Nach Trumps Drohungen gegen den ukrainischen Präsidenten hat Selenskyj nun reagiert - und angekündigt, die Angriffe auf russische Ölraffinerien fortzusetzen. Ein Ende sei nur möglich, wenn auch Russland seine Attacken einstelle.
US-Präsident Donald Trump macht einen umstrittenen Dieseldeal mit Russland, fordert den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zum Rücktritt auf und verlangt, dass die Ukraine ihre Angriffe auf russische Raffinerien einstellt. Nach den jüngsten Ereignissen dieses Wochenende sind die Beziehungen zwischen den USA und der Ukraine auf einem neuen Tiefpunkt angelangt.
Die Ukraine kündigte nun ihrerseits an, die Angriffe auf russische Ölraffinerien fortsetzen, ungeachtet des Drucks vonseiten Washingtons. Russland sei allein für den Krieg verantwortlich, erklärte Selenskyj.
"Zeit, dass die Ukraine einen neuen Präsidenten bekommt": US-Präsident Trump setzt Selenskyj weiter unter Druck.
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"Die Ukraine wäre bereit, die Angriffe auf russische Ölraffinerien einzustellen, wenn Russland aufhört, unsere Energieinfrastruktur anzugreifen", schrieb Selenskyj auf der Plattform X. Die Angriffe auf die Energieinfrastruktur könnten umgehend beendet werden, aber Putin wolle das nicht. Jede Deeskalation müsse auf Gegenseitigkeit beruhen und durch echte Garantien untermauert werden.
Auch der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha widersprach Trump und schrieb auf X, Selenskyj genieße die Unterstützung des ukrainischen Volkes und dieses habe das Recht, selbst zu entscheiden. "Äußerungen aus dem Ausland bestätigen nur, dass er seine Arbeit gut macht."
Trump hatte am Samstag gesagt, es sei an der Zeit, dass die Ukraine einen neuen Präsidenten bekomme. Er deutete an, dass Selenskyj nicht genug getan habe, um den Krieg zu beenden, und machte ihn für die hohen Dieselpreise in den USA verantwortlich.
Begonnen wurde der Krieg aber nicht von der Ukraine, sondern von Russland, das vor mehr als viereinhalb Jahren in das Nachbarland einmarschiert war. Kremlchef Wladimir Putin hat mehrfach Angebote für einen bedingungslosen Waffenstillstand abgelehnt. Auch spätere diplomatische Initiativen verliefen im Sande.
Zudem hatte Trump die Ukraine in den vergangenen Wochen mehrfach für eine weltweite Dieselknappheit verantwortlich gemacht. Allerdings waren die Treibstoffpreise aufgrund des Kriegs der USA gegen den Iran massiv in die Höhe geschnellt.
Der stark gestiegene Dieselpreis hat sich für Trumps Republikanische Partei im Vorfeld der im November anstehenden Zwischenwahlen zu einer politischen Belastung entwickelt, was sich auch am eingetrübten Verbrauchervertrauen ablesen lässt. Die oppositionellen Demokraten könnten davon profitieren und bei den Wahlen womöglich die Kontrolle über eines oder beide Häuser des Kongresses erlangen.