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Schwarzes Meer: Erneut Frachter vor bulgarischer Küste gesunken
Vor Bulgariens Küste sind wieder Handelsschiffe von Drohnen getroffen worden. Bei dem Angriff sank ein Frachter, mehrere Seeleute werden vermisst. Die bulgarische Regierung verdächtigt Russland und schaltet die NATO ein.
Bei erneuten Drohnenangriffen auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer ist vor der bulgarischen Küste ein Frachter gesunken. Nach Angaben der bulgarischen Behörden werden elf Besatzungsmitglieder vermisst. Fünf Seeleute konnten gerettet werden. Ein weiteres Schiff wurde beschädigt.
Die beiden Schiffe wurden in der Nacht in der Ausschließlichen Wirtschaftszone Bulgariens getroffen. Ministerpräsident Rumen Radew verurteilte die Attacken als "absolut inakzeptabel". Er berief eine außerordentliche Sitzung des Sicherheitsrats ein.
Betroffen sind nicht nur militärische Ziele - auch zivile Infrastruktur gerät zunehmend unter Beschuss.
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Das gesunkene Frachtschiff "Azov Concord" war unter der Flagge von St. Kitts und Nevis unterwegs. Es wurde rund 31 Kilometer vor dem bulgarischen Küstenort Krapez nahe der rumänischen Grenze getroffen. Nach Angaben der bulgarischen Nachrichtenagentur BTA bestand seine Besatzung aus syrischen und ägyptischen Staatsangehörigen.
Das zweite Schiff, die unter maltesischer Flagge fahrende "Chelsea 3", wurde etwa 33 Kilometer vor dem Küstenort Bjala von drei Drohnen getroffen. Alle 15 Besatzungsmitglieder wurden gerettet. Mindestens fünf von ihnen mussten wegen leichter Verletzungen medizinisch behandelt werden.
Das Schiff gehört ukrainischen Eigentümern und war auf dem Weg von der Türkei in die Republik Moldau. Nach Angaben des bulgarischen Rundfunks trieb es nach der Evakuierung der Besatzung ohne Mannschaft auf dem Schwarzen Meer.
Russland und die Ukraine wollen keine Schiffe mehr im Schwarzen Meer angreifen.
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Die bulgarische Regierung kann nach eigenen Angaben bislang nicht eindeutig feststellen, wer die Drohnen abgefeuert hat. Ministerpräsident Radew erklärte jedoch, die Angriffe kämen den Interessen Russlands zugute.
Er kündigte an, die russische Botschafterin in Sofia einzubestellen. Außerdem wolle Bulgarien die Überwachung seines Luftraums und des Schwarzen Meeres verstärken. Radew kündigte zudem Gespräche mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte an. Außerdem hat Bulgarien die NATO und die Europäische Union um technische Unterstützung bei den Ermittlungen gebeten.