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Castlevania: Belmont’s Curse im Test - Das erhoffte Metroidvania-Comeback
Nach zwölf Jahren Pause liefert Evil Empire eine famose Vampirjagd. Das klassische 2D-Abenteuer glänzt mit top Steuerung, bleibt am Ende aber etwas brav.
Castlevania: Belmont's Curse erfindet das Metroidvania sicher nicht noch einmal, aber es innerhalb des Genres liefert es absolut. Evil Empire kombiniert anspruchsvolle Geschicklichkeitsproben mit solidem Kampf zum ersten echten Castelvania seit sehr langer Zeit.
Ein klassisches 2D-Metroidvania von Entwickler Evil Empire und Publisher Konami. Das Spiel ignoriert die "Lords of Shadow"-Zeitlinie, spielt 1499 in Paris und lässt Rose Belmont gegen Dracula antreten. Die Spielzeit beträgt rund 20 Stunden.
Ein neues Castlevania zu testen, das ist ja schon ein wenig her. 2014 habe ich das das letzte Mal gemacht und es war kein außerordentlich positives Erlebnis. Insoweit, egal, was ab jetzt passiert, ich bin sehr froh, dass eine meiner lebenslangen Lieblingsserien nicht vor 12 Jahren endete. Stattdessen, egal, was noch an Castlevania kommt, mit Castlevania: Belmont’s Curse wurde zumindest die bisher längste Pause der Reihe mit einem echten Highlight beendet.
Dass es mindestens ganz okay wird, daran hatte ich relativ wenig Zweifel, schließlich hatte der eigentliche Entwickler Evil Empire nicht nur den Support von Konami und damit auch Zugang zu der Castlevania-Legacy, sie haben als indirekter Teil von Motion Twin auch schon eine Menge an Dead Cells herumgeschraubt und für Ubisoft das ganz ordentliche The Rogue Prince of Persia auf die Beine gestellt. 2D-Metroidvania-Expertise ist vorhanden, jetzt war noch die Frage, wie viel Castlevania steckt in Belmont’s Curse, wie viel Dead Cells und passt die Mischung.
Nun, die Mischung passt, denn wer ein Dead Cells im Castlevania-Look erwartet hat, wird enttäuscht sein. Castlevania: Belmont’s Curse ist ein ganz klassisches Metroidvania, ganz im Stile des Vorfahren Symphony of the Night und dessen Game-Boy- und DS-Ableger. Kein Rogue hier, nur eine große, verknüpfte Spielwiese, striktes 2D-Gameplay und ganz viel Castlevania.
Entwickler Evil Empire bringt massive 2D-Metroidvania-Expertise mit. Das Team arbeitete bereits als indirekter Teil von Motion Twin erfolgreich am Hit "Dead Cells" und entwickelte für Ubisoft das Jump'n'Run "The Rogue Prince of Persia".
Nicht, dass die Story eines Castlevania groß relevant wäre – hier Peitsche, da Dracula, go! –, hier die schnelle Zusammenfassung. Wir sind zurück in der originalen Zeitlinie, Lords of Shadow ist nie passiert und Belmont’s Curse sortiert sich zwischen dem dritten NES-Spiel und ersten Game-Boy-Titel damals ein. 1499 in Paris ist Rose Belmont dieses Mal dran, Dracula die Peitsche zu zeigen und lassen wir mal ein paar Details aus: Viel mehr passiert in Belmont’s Curse am Ende der Nacht auch nicht. Wie ich schon sagte, klassisches Castlevania, so wie es sein muss.
Jetzt hat sich die Welt des Metroidvanias allerdings seit den seligen PS1-Tagen weitergedreht. Die Handheld-Castlevanias liefen immer ein wenig außer Konkurrenz, aber mittlerweile gibt es exzellent große Vertreter des Genres wie die Ender- oder Hollow-Reihe oder das ausgezeichnete Prince of Persia: The Lost Crown. Überhaupt lebt und gedeiht das Genre prächtig, eine Rückkehr des Urvaters weckt also Erwartungen. Und hier muss ich leider sagen, dass Belmont’s Curse nicht enttäuscht, aber am Ende dann doch nicht ganz so spektakulär ist, wie ich es zwischendurch erhofft hatte.
Für die ersten Stunden erkundet ihr erst Paris, bevor es dann in Draculas Schloss weitergeht – natürlich. Das Ganze ist in sechs sehr große Bereiche und einen letzten Winzabschnitt unterteilt, alle sind über ein bis zwei Wege miteinander verbunden. Der Weg ist zuerst linear, weitestgehend dadurch limitiert, was ihr könnt. Genre-typisch ist das nicht zu viel. Eine schwache Waffe, einen Sprung, nicht viel sonst. Der erste Boss gibt euch dann bald die Fertigkeit, an einer Peitsche an Ankern zu schwingen, was auch die mit Abstand wichtigste Fertigkeit bis zum Ende bl