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Epic baut seinen Launcher komplett neu – die Bibliothek lädt bis zu 30-mal schneller
Die Preview des neuen Epic Games Launchers ist da und soll eines seiner größten Probleme beseitigen
Der Epic Games Launcher war bislang nicht unbedingt dafür bekannt, besonders flott zu reagieren. Genau das soll sich nun ändern. Epic hat seinen Launcher technisch komplett neu entwickelt und stellt die neue Version ab sofort als Preview für Windows, macOS und erstmals auch Linux bereit.
Der Schwerpunkt liegt zunächst eindeutig auf der Geschwindigkeit. Gegenüber dem bisherigen Launcher soll die Bibliothek bis zu 30-mal schneller laden, während sich auch die Startzeit deutlich verkürzt. Gleichzeitig verspricht Epic eine schnellere Navigation zwischen Store und Bibliothek sowie eine geringere Systemlast im Hintergrund.
Auf der offiziellen Preview-Seite nennt Epic konkrete Messwerte. Bei einem Kaltstart benötigte der neue Launcher demnach 5,47 Sekunden, Steam kam im selben Test auf 10,07 Sekunden. Das entspricht einer rund 46 Prozent kürzeren Startzeit. Wird die Anwendung aus dem Hintergrund wieder in die Bibliothek geholt, stehen 0,36 Sekunden beim Epic Games Launcher den 0,42 Sekunden von Steam gegenüber.
Für die Messungen wurden im Oktober 2026 jeweils fünf Tests auf 13 verschiedenen Rechnern vorgenommen. Die Benchmarks stammen von Keywords Studios, einem von Epic beauftragten unabhängigen Unternehmen. Auf anderen Systemen können die Ergebnisse entsprechend abweichen.
Dafür hat Epic nicht einfach ein wenig an der bisherigen Anwendung herumgeschraubt. Der neue Launcher wurde laut Unternehmen von Grund auf neu aufgebaut. Neben der höheren Geschwindigkeit soll die neue technische Basis auch die weitere Entwicklung erleichtern.
Bei der Bedienung gibt es ebenfalls Änderungen. Die obere Navigationsleiste lässt sich anpassen, die Bibliothek kann nach verschiedenen Kategorien gefiltert und als Raster oder Liste dargestellt werden. Einzelne Spiele erhalten eigene Seiten mit Status, Aktivität, Details und den jeweiligen Startoptionen. Zudem lassen sich andere PC-Spielebibliotheken einbinden und Downloads detaillierter überwachen.
Die Preview enthält allerdings noch längst nicht alle Funktionen des bisherigen Launchers. Epic selbst bezeichnet die erste Version als bewusst funktionsarm. Für kompetitive Spieler und Entwickler, die an laufenden Projekten arbeiten, empfiehlt das Unternehmen deshalb vorerst weiterhin den bisherigen Launcher.
Eine größere Neuerung ist die Unterstützung von Linux. Damit soll langfristig auch Fortnite seinen Weg auf das Betriebssystem finden. Ganz so weit ist Epic allerdings noch nicht. Zunächst muss das Unternehmen Easy Anti-Cheat für Linux überarbeiten und mit den Maintainer-Teams verschiedener Distributionen abstimmen. Erst danach soll Fortnite über den Epic Games Launcher für Linux erscheinen.
Bemerkenswert ist auch, wie der neue Launcher entstanden ist. Epic schreibt selbst augenzwinkernd, Programmieren sei schwierig und man habe die Anwendung deshalb „vibe coded“. Gemeint ist damit der intensive Einsatz von KI-Werkzeugen bei der Entwicklung des komplett neu geschriebenen Launchers.