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Fans bringen Destiny 1 auf den PC – Bungie-Chef reagiert überraschend gelassen
Project Golden Age bringt Destiny 1 mit 4K und mehr als 60 FPS auf den PC – und Bungie schaut interessiert zu.
Destiny erschien vor inzwischen zwölf Jahren für PlayStation und Xbox, eine PC-Version des ersten Teils gab es allerdings nie. Genau das soll ein Fanprojekt ändern. Project Golden Age bringt den Bungie-Shooter auf den Rechner und hat inzwischen sogar die Aufmerksamkeit der Entwickler geweckt.
Wie weit die Arbeiten bereits fortgeschritten sind, zeigt YouTuber Flummoxed in einem neuen Video. Darin läuft Destiny auf dem PC in 4K, mit einem Sichtfeld von 105 Grad und mehr als 60 Bildern pro Sekunde. Von einer fertigen PC-Version kann zwar noch keine Rede sein, doch das Ergebnis kann sich bereits sehen lassen.
Das Video verbreitete sich schnell innerhalb der Destiny-Community und landete schließlich auch bei Josh Deane. Der Head of Product bei Bungie und General Manager von Marathon teilte die Aufnahmen auf X und kommentierte trocken: "Seems like a pretty game, wonder if it will do well..." Frei übersetzt: Sieht nach einem hübschen Spiel aus. Ob das wohl erfolgreich sein wird?
Mehr sollte man in Deanes Reaktion vorerst allerdings nicht hineininterpretieren. Bungie hat weder eine offizielle PC-Version noch ein Remaster des ersten Destiny angekündigt. Ebenso wenig bedeutet der Beitrag, dass das Studio Project Golden Age offiziell unterstützt. Bemerkenswert ist trotzdem, dass ein hochrangiger Bungie-Manager das Fanprojekt öffentlich aufgreift, statt es geflissentlich zu ignorieren.
Ein klassischer Port ist Project Golden Age allerdings nicht. Das Projekt setzt unter anderem auf den PlayStation-4-Emulator shadPS4 und bildet Teile der ursprünglichen Online-Infrastruktur nach. Dafür analysiert das Team, welche Anfragen der Spielclient an die Server schickt und welche Antworten er darauf erwartet. Anschließend versucht es, genau diese Abläufe mit eigener Software zu reproduzieren.
Das ist bei Destiny entscheidend, weil der Shooter von Anfang an auf eine permanente Verbindung zu Bungies Servern ausgelegt war. Den Spielclient allein auf dem PC zum Laufen zu bringen, reicht deshalb nicht aus.
Ganz rund läuft Project Golden Age noch nicht. In der aktuellen Version gibt es unter anderem Probleme mit der Physik und der Darstellung. Trotzdem zeigen die Videos bereits ziemlich eindrucksvoll, wie Destiny auf dem PC aussehen und laufen könnte.
Ob Bungie selbst irgendwann zu Destiny 1 zurückkehrt, bleibt offen. Das Studio arbeitet derzeit daran, entfernte Inhalte aus Destiny 2 wieder zugänglich zu machen, während parallel weiter an Marathon gefeilt wird.