// GAMESTAR — GAMING
Autotechnik - Scotty Kilmer, Mechaniker mit über 50 Jahren Erfahrung: »Wenn ihr auf der Autobahn fahrt, kann das Benzin die Ventile reinigen – das ist das italienische Tuning« – aber was ist dran?
Es kann eurem Wagen gut tun, ab und an mal auf der Autobahn damit unterwegs zu sein, sagt Scotty Kilmer. (Bild: motorpasion.com)
Ein Auto, das überwiegend für kurze Stadtfahrten genutzt wird, erreicht häufig nicht seine volle Betriebstemperatur. Gerade wenn der Motor nach wenigen Minuten wieder abgestellt wird, kann das auf Dauer nachteilig sein.
Scotty Kilmer, Mechaniker mit 58 Jahren Berufserfahrung, plädiert deshalb dafür, ab und zu eine längere Strecke bei konstantem Tempo zu fahren.
Dabei geht es nicht darum zu rasen, sondern darum, dass der Motor ausreichend Zeit bei optimaler Betriebstemperatur verbringt. Was genau dahintersteckt und wie Kilmers Aussagen einzuordnen sind, schauen wir uns im Folgenden genauer an.
Dieser Artikel stammt im Original von unserer spanischen Schwesterseite Motorpasion.com und erscheint bei GameStar Tech in übersetzter und angepasster Form.
2:16
Ferrari Luce: So sieht das neue Elektroauto aus Maranello aus
Der Hauptgrund für Kilmers Empfehlung ist Feuchtigkeit.
Nicht technisch fundiert wirkt dagegen seine Erklärung zum sogenannten »italienischen Tuning« (Italian Tune-up), angelehnt an das Klischee vom rasanten Fahrstil in Italien.
Kilmer zufolge reinigt Benzin bei etwa 100 km/h im Vorbeiströmen die Ventile und Kolbenringe. Das gehört allerdings eher zur Folklore alter Werkstatttage als zu den technischen Fakten.
Wenn ein Motor auf voller Betriebstemperatur läuft, hilft das zwar ungemein – eine gezielte Reinigung oder die Behebung technischer Probleme ersetzt eine solche Fahrt jedoch nicht.