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Ubuntu 26.10: Das sind die wichtigsten Neuerungen für den Desktop
von Carsten Knobloch
15. Okt. 2026 |
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Canonical hat Ubuntu 26.10 mit dem Codenamen Stonking Stingray freigegeben. Da es sich um eine reguläre Zwischenversion handelt, gibt es den gewohnten Support-Zeitraum von neun Monaten bis Juli 2027. Wer eine stabile Basis bevorzugt, bleibt in der Regel beim LTS-Zweig. Wer hingegen aktuelle Pakete und neue Funktionen direkt mitnehmen möchte, bekommt vor allem bei der Desktop-Bedienung und der Software-Verwaltung ein paar handfeste Verbesserungen spendiert.
Herzstück der Desktop-Variante ist das Update auf GNOME 51, das an vielen Stellen für eine flüssigere Bedienung sorgen soll. Beim Verschieben von Fenstern blendet das System jetzt ein neues Popup ein, über das sich Kachel-Layouts bequem auswählen lassen. Auch bei den Bildschirmeinstellungen gibt es ein paar mehr Details: Ubuntu merkt sich die Monitor-Helligkeit nun verlässlich über Neustarts und HDR-Wechsel hinweg.
Auch die vorinstallierten Apps wurden überarbeitet. Der Dateimanager zeigt beim Ziehen mehrerer Dateien nun direkt die genaue Anzahl am Mauszeiger an und fasst Benachrichtigungen übersichtlicher zusammen. Dazu kommt eine verbesserte Einrichtung für Fingerabdruck-Sensoren und erweiterte Barrierefreiheits-Optionen, etwa für reduzierte Animationen oder die Steuerung von Screenshot-Bereichen über die Tastatur.
Das App Center bringt Snap- und klassische Debian-Pakete in einer einheitlichen Detailansicht zusammen. Details wie Versionsnummern, Berechtigungen, Downloadgrößen und Bewertungen stehen damit jetzt übersichtlich an einer Stelle. Neu ist außerdem eine eigene Treiber-Übersicht, in der sich verfügbare Grafiktreiber, darunter verschiedene NVIDIA-Versionen, direkt vergleichen und installieren lassen. Sollte beim Abspielen von Mediendateien ein passendes Format fehlen, kann das App Center benötigte Multimedia-Codecs künftig automatisch auf Abruf nachinstallieren.
Als Vorschau ist das neue Tool Myna mit von der Partie. Dabei handelt es sich um eine Sprache-zu-Text-Funktion für den Desktop, die auf Knopfdruck Spracheingaben direkt in das aktive Anwendungsfenster diktiert. Die Umwandlung läuft vollständig lokal auf dem Rechner ab, ohne dass Audiodaten an externe Server geschickt werden. Myna ist nicht standardmäßig vorinstalliert, lässt sich bei Bedarf aber ausprobieren. Hatten wir ja mal bereits drüber berichtet.
Einen alten Zopf schneidet Canonical ebenfalls ab: Die Unterstützung für die veraltete und unsichere WEP-Verschlüsselung bei WLAN-Verbindungen wurde aus den Netzwerkeinstellungen entfernt. Die neue Version steht ab sofort als Download oder über die integrierte Aktualisierungsverwaltung bereit. Wolle Changelog?
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