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TSMC schreibt weiter Rekordzahlen, blickt aber vorsichtig in die Zukunft
Auch im letzten Quartal setzt TSMC neue Maßstäbe. 3-Nanometer-Chips dominieren die Wafer, aber der 2-nm-Umsatz wächst. Beim Ausblick gemahnt TSMC zur Umsicht.
(Bild: Taiwan Semiconductor Manufacturing Co., Ltd.)
Der marktführende taiwanische Chipauftragsfertiger TSMC hat im dritten Quartal 2026 erneut Rekordzahlen geschrieben. Der Grund ist „eine starke Nachfrage nach unseren hochmodernen Prozesstechnologien“, wie Finanzchef Wendell Huang erklärt. Insbesondere die Fertigung in 2- und 3-Nanometer-Technologien hat dabei zugelegt. Auch das letzte Quartal dieses Jahres verspricht weiteres Wachstum, aber beim Blick auf 2027 warnt das Unternehmen vor möglichen Herausforderungen.
Im Ende September abgeschlossenen dritten Quartal verzeichnete die Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) einen Umsatz von 1,49 Billionen Taiwan-Dollar (TWD), umgerechnet knapp 41,2 Milliarden Euro. Das sind 50,9 Prozent mehr als im gleichen Quartal des Vorjahres, als TSMC ebenfalls Rekordumsatz machte. Der Betriebsgewinn stieg im Jahresabstand um sogar 75 Prozent auf 876,4 Milliarden TWD (ca. 24,2 Milliarden Euro) und der Nettogewinn gleichzeitig um 68,7 Prozent auf 763,1 Milliarden TWD (etwa 21,05 Milliarden Euro).
Damit bleiben die für einen Chipauftragsfertiger immens hohen Werte der Gewinnmargen bestehen. Schon im Vorquartal, als TSMC erste Umsätze mit 2-Nanometer-Chips für Apple und AMD schrieb, war die Bruttomarge von 58,6 auf 67,7 Prozent gestiegen. Jetzt berichtet TSMC eine Bruttomarge von 66,4 Prozent, während die operative Marge bei 58,7 Prozent liegt und die Nettogewinnmarge 51,1 Prozent beträgt.
Die Anteile der verschiedenen Fertigungstechnologien haben sich im dritten Quartal zu feineren Strukturen verschoben. Mittlerweile machen 3-Nanometer-Chips 33 Prozent des Wafer-Umsatzes aus (zuvor 30 Prozent) und stellen jetzt die größte Gruppe dar. 2-nm-Chips sind innerhalb von drei Monaten um fünf Prozentpunkte auf 8 Prozent Anteil gestiegen, während 5-nm-Chips 28 Prozent (zuvor 33 Prozent) und 7-nm-Chips 10 Prozent des Wafer-Umsatzes ausmachen.
Beim Ausblick auf das aktuell laufende Quartal zeigt sich TSMC-Finanzchef Huang optimistisch: „Mit Blick auf das vierte Quartal 2026 gehen wir davon aus, dass unser Geschäft durch eine weiterhin starke Nachfrage nach unseren hochmodernen Prozesstechnologien gestützt wird – einschließlich des zügigen Hochlaufs unserer 2-Nanometer-Technologie.“ So erwartet TSMC einen Umsatz von 46,7 bis 48,4 Milliarden Euro, was einem Anstieg von mehr als 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspräche. Die Bruttomarge soll dabei zwischen 65 und 67 Prozent bleiben.
Langfristig zeigt sich die TSMC-Führung allerdings vorsichtig. Im Anschluss an die Vorlage des Quartalsberichts erklärte TSMC-Chef C.C. Wei im Gespräch mit Analysten, dass die Nachfrage zwar „äußerst robust“ ist und es keine Anzeichen zur Verlangsamung des anhaltenden KI-Trends gibt, das Unternehmen aber achtsam bleibt. „Mit Blick auf die Zukunft stellen wir fest, dass verbraucherorientierte und preissensible Endmarktsegmente weiterhin unter Druck stehen – bedingt durch die Auswirkungen steigender Komponentenpreise sowie makroökonomische Unsicherheiten“, sagte Wei laut Reuters. „Vor diesem Hintergrund gehen wir bei unserer Geschäftsplanung für die Zeit bis 2027 umsichtig vor.“
Trotz der Bedenken, dass die steigenden Preise zu sinkender Nachfrage und damit zu Schwächungen des Gesamtmarktes führen könnten, erhöht TSMC die eigene Wachstumsprognose, zumindest für dieses Jahr. Statt eines Umsatzwachstums von 40 Prozent soll dieses bis Ende 2026 auf 44 Prozent klettern.
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