// STADT-BREMERHAVEN — MOBILE & WEB
Proton: Das steckt in der Roadmap für Herbst und Winter 2026
von Carsten Knobloch
16. Okt. 2026 |
2
Proton hat einen Ausblick auf die kommenden sechs Monate gegeben. Gründer Andy Yen hat die Produkt-Roadmap für Herbst und Winter 2026 veröffentlicht und zeigt, an welchen Baustellen bei Mail, Drive, Pass, VPN und dem KI-Helfer Lumo gearbeitet wird. Im Fokus stehen vor allem einfachere Datenimporte von anderen Anbietern und der Ausbau der Apps.
Beim E-Mail-Dienst rollt in den kommenden Wochen eine Volltextsuche für Android und iOS an. Damit könnt ihr den kompletten Inhalt eurer Nachrichten durchsuchen und nicht nur Absender oder Betreffzeilen, ohne dass Proton Zugriff auf die Klartextdaten bekommt.
Auch der Wechsel von Gmail wird vereinfacht: Die Verknüpfung klappt künftig komplett innerhalb der mobilen Proton-Mail-App, ohne dass man dafür in den Browser wechseln muss. Wer früher über VPN oder Drive mit einer externen Mailadresse gestartet ist und später ein separates Proton-Mail-Konto angelegt hat, soll beide Konten bald unkomplizierter zusammenführen können. Für Unternehmen gibt es zudem kostenlose Subdomains, damit Teams direkt ohne eigene Domain starten können. Am komplett neu entwickelten Kalender wird ebenfalls weiter gearbeitet.
Bei Proton Drive schraubt das Team an der Suchfunktion. Künftig soll nicht mehr nur nach dem Dateinamen gesucht werden, sondern schrittweise nach weiteren Kriterien. Der Umzug von Google Drive soll künftig direkt laufen, ohne dass man alle Daten erst lokal herunterladen und wieder hochladen muss.
Für macOS-Nutzer gibt es eine wichtige Neuerung: Künftig lassen sich beliebige Ordner auf dem Mac zur Synchronisation auswählen, genau wie es unter Windows schon der Fall ist. Für Linux ist zudem eine offizielle Beta als Hintergrunddienst in Arbeit. Die Office-Werkzeuge Docs und Sheets bekommen unter anderem einen Dark Mode, Tabellenbearbeitung auf dem Smartphone, ODT-Import und -Export sowie Schnellstatistiken für Tabellenzellen.
Der Passwortmanager Proton Pass bekommt eine Funktion, um Zugangsdaten zu teilen, ohne das eigentliche Passwort offenzulegen. Empfänger können sich damit einloggen, sehen das Kennwort aber nicht. Dazu kommen Ablaufdaten für geteilte Tresore und Einträge sowie die Möglichkeit, Ordner und Unterordner freizugeben.
Der Pass Monitor v2 warnt künftig proaktiv vor schwachen oder kompromittierten Kennwörtern. Unter macOS soll das Autofill tiefer ins System wandern, unter Android zuverlässiger arbeiten. Zudem unterstützt man das Credential Exchange Protocol, um Passkeys und Passwörter einfacher zwischen verschiedenen Passwortmanagern zu übertragen.
Die VPN-Anwendung erhält auf macOS, iOS, iPadOS und Linux das neue Design, das Windows-Nutzer bereits kennen. Auch die Android-TV-App wird überarbeitet. Praktisch für viele: Eine Pause-Funktion trennt das VPN für eine festgelegte Zeit und stellt die Verbindung danach automatisch wieder her. Das startet allerdings zuerst unter Windows und Android.
Beim hauseigenen KI-Assistenten Lumo steht nach dem Sommer-Update auf Version 2.0 nun eine eigene Desktop-App an. Die mobilen Apps für iOS und Android werden überarbeitet und für Entwickler sowie Unternehmen gibt es eine Lumo-API mit Zero-Access-Verschlüsselung.