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openOmsi: Fans holen den Kult-Bussimulator OMSI 2 ins 64-bit-Zeitalter
Der Bussimulator OMSI 2 stammt aus dem Jahr 2013, seine Technik ist entsprechend überholt. Ein unabhängiges Community-Projekt setzt den Titel unter dem Namen openOMSI in Rust neu um. Die aktuelle Version 0.3.0 soll unter anderem Probleme mit KI-Verkehr und schlechter Performance beheben.
Während das 2013 von MR-Software entwickelte Original noch auf DirectX 9 und eine 32-Bit-Architektur setzt, setzt openOMSI auf 64 Bit mit Multithreading. Das Projekt hat dafür das technische Fundament in der Programmiersprache Rust neu geschrieben. Bei der Grafik kommt die Bibliothek wgpu zum Einsatz, die unter anderem DirectX 12, Vulkan und Apples Metal ansprechen kann. Damit soll der Bussimulator besser mit modernen Hardware-Komponenten zurechtkommen.
Die Macher wollen gleichzeitig die große Modding-Community erhalten. Nach eigenen Angaben können vorhandene Strecken, Busse, Szenerieobjekte und Erweiterungen ohne Konvertierung weitergenutzt werden. Die Neuentwicklung ist deshalb kein neues Spiel mit einer eigenen Karte, sondern ein alternativer Unterbau für die Inhalte von OMSI 2. Auch Multiplayer über LAN und dedizierte Server werden unterstützt.
Unlängst hat das Projekt die Version 0.3.0 veröffentlicht. Das Update konzentriert sich vor allem darauf, Fehler und Performanceeinbrüche früherer Entwicklungsstände zu korrigieren. So werden KI-Fahrzeug-Skripte wieder nur einmal pro Frame ausgeführt, statt fest alle 20 Millisekunden. Gerade auf großen Karten mit viel Verkehr hatte das zu starken Einbrüchen der FPS führen können.
Außerdem sollen KI-Fahrzeuge an großen Kreuzungen und in Kreisverkehren seltener stecken bleiben. Korrekturen betreffen ebenso die Darstellung von Wolken, Reflexionen und Licht, die Fahrgastanimationen sowie die Fahrpläne. Die Köpfe hinter dem Projekt warnen jedoch weiterhin vor Fehlern und fehlenden Funktionen: Auch die im Stable-Kanal bereitgestellte Fassung befindet sich noch in einer frühen Entwicklungsphase.
Gestern, am 15. Oktober, folgte mit Version 0.3.31 bereits eine weitere Beta-Version. Sie soll vor allem die Performance verbessern. So wurden Ruckler durch den Fahrplanverkehr minimiert und die Berechnung von Regentropfen auf den Busfenstern optimiert. Unter Vulkan werden Shader nun auf mehreren CPU-Kernen parallel kompiliert.
Weitere Korrekturen betreffen die Beleuchtung unter DirectX 11 und OpenGL sowie die Unterstützung älterer Karten aus dem OMSI-1-Editor. Auch der Mehrspielermodus wurde verbessert: KI-Fahrzeuge sollen nicht mehr in das Heck von Gelenkbussen fahren. Die Version 0.3.31 ist allerdings noch als Vorabversion gekennzeichnet und wird nicht automatisch über den Launcher verteilt.
openOMSI steht unter einer Open-Source-Lizenz und wird für Windows, Linux, macOS und Android angeboten. Der Download erfolgt über GitHub. Das Projekt veröffentlicht dort auch den Quellcode. Für den Start benötigen Nutzer allerdings die Dateien der Originalversion von OMSI 2. Beim ersten Start wird das Verzeichnis der vorhandenen Installation ausgewählt, anschließend lassen sich Karte, Fahrzeug und Fahrt im eigenen Launcher festlegen.
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