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Black & White 3: Peter Molyneux erklärt das Aus und heizt Gerüchte um ein Remaster an
Fehlende Middleware und zögerliche Publisher wie EA verhinderten laut dem Entwickler einst die Fortsetzung. Nun könnte der God-Game-Klassiker zurückkehren.
Derzeit arbeitet Peter Molyneux mit Masters of Albion an seinem finalen Projekt. Eines seiner erfolgreichsten Spiele war Black & White, das später auch eine Fortsetzung erhielt. Aber warum gab es eigentlich keinen dritten Teil?
"Warum hat es 27 Jahre gedauert? Es ist schlicht ein extrem schwieriges, forderndes Projekt", sagt Molyneux im Gespräch mit PC Gamer. "Wirklich. Wir mussten damals so viele Systeme von Grund auf neu erfinden. Man darf nicht vergessen: Damals gab es noch keine Middleware. Diese Systeme zu beherrschen, war die erste gewaltige Hürde – und vor genau derselben Herausforderung stehen wir heute auch bei Masters of Albion."
In sogenannten Göttersimulationen übernehmen Spieler eine allmächtige Rolle, um Zivilisationen aufzubauen oder zu zerstören. Während das Genre in den 1990er- und 2000er-Jahren florierte, gilt es heute als Nische, was die Finanzierung durch große Publisher massiv erschwert.
"Der Spieler kann jederzeit überall hinschauen und überall in der Spielwelt sein. Normalerweise optimiert man ein Spiel, indem man weiß: Der Spieler befindet sich nur in diesem abgegrenzten Bereich, der Rest der Welt lässt sich einfach ausblenden."
"In Black & White besteht der Reiz jedoch gerade darin, jederzeit und an jedem Ort nahtlos hinein- und herauszuzoomen", ergänzt er. "Das brachte etliche technische Hürden mit sich. Hinzu kommt, dass dieses Genre – dieses Stück vom Kuchen – kontinuierlich schrumpft. Große Publisher wie EA, die die Rechte an Black & White 3 halten, oder Microsoft mit den Rechten an Black & White 4, davon zu überzeugen, nicht auf die großen Mainstream-Segmente zu setzen, sondern Spiele für diese kleineren Nischen zu finanzieren, ist enorm schwer."
God-Games waren damals durchaus gefragt, doch heutzutage sieht das ein wenig anders aus. In Anbetracht dessen scheint es wenig aussichtsreich zu sein, grünes Licht für ein solches Projekt zu bekommen. Mit Masters of Albion versucht er, diese Lücke zu füllen – ob das mit dem Titel, der sich aktuell noch im Early Access befindet, auch gelingt, bleibt abzuwarten.
Ein gewisses Interesse an Black & White ist aber zweifellos vorhanden, immerhin führt der Klassiker die die Dreamlist von GOG an.
Laut Molyneux scheint sich im Hintergrund jedoch etwas zu bewegen: "Ich glaube, dass derzeit Leute an einem Remaster von Black & White arbeiten", sagt er. "Aber es stünde mir nicht zu, darüber zu sprechen."
Offiziell bekannt ist das aktuell nicht und es klingt so, als wäre Molyneux nicht daran beteiligt. Die Verkaufszahlen einer Neuauflage könnten auch ein guter Indikator dafür sein, wie hoch das Verlangen nach solchen Spielen und nach Black & White im Speziellen wirklich ist. Im Moment ist das jedoch alles noch Zukunftsmusik.