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Wardogs: Entwickler versuchen verzweifelt heftigen XP-Exploit zu fixen
Zum Start von Season 2 schalten Spieler dank Bug in Stunden Panzer frei. Das Team greift nun mit Bans und einem Backend-Patch durch.
Der Start einer neuen Live-Season ist schwierig. Selbst winzige Änderungen am Spiel können massive Folgen haben, sobald die Community loslegt. Wardogs hat das diese Woche zum Launch der zweiten Season eindrucksvoll bewiesen: Spieler konnten hier direkt an Tag eins Panzer freischalten.
Die gute Nachricht (oder die schlechte, falls ihr diesen Vorsprung verpasst habt): Dieser Exploit wurde bereits gepatcht. Zuvor konnten Spieler einfach kurz aus ihrem HQ fahren, Paletten abladen und direkt zur Basis zurückkehren. Das brachte ihnen eine ordentliche Stange XP ein. Kombiniert mit dem ohnehin schnelleren Erfahrungsgewinn für die Driver-Rolle levelten viele rasend schnell durch den Fortschrittsbaum und schalteten Panzer frei.
Das war ein massives Problem. Über andere Fortschrittspfade dauerte es nämlich deutlich länger, Ausrüstung zur Panzerabwehr freizuspielen. Die Exploit-Nutzer mussten dagegen nur ein paar läppische Stunden grinden. Das führte dazu, dass die breite Masse der Spieler absolut unvorbereitet auf die Panzer traf. Außer natürlich, sie nutzten den Exploit selbst, um sich ein eigenes Kettenfahrzeug zu besorgen.
Auf dem offiziellen Wardogs-Discord bezog Bulkhead-Mitbegründer Howard Philpott Stellung: "Wir heben die Hände und geben zu, dass wir einiges falsch gemacht haben." Er erklärte weiter, dass das Team ein Backend-Update aufspielt. Dieser Patch behebt einen Fortschritts-Bug beim Driver-XP-Pfad und merzt den besagten Exploit aus. Außerdem entfernt das Update die Cash- und XP-Boni für die Lonestar-Fraktion (das blaue Team).
In einem Video, das zusammen mit dem Discord-Post veröffentlicht wurde, meldete sich auch Technical Designer Mark Tadros zu Wort. Er erklärte, dass Spieler, die den Exploit "extrem" ausgenutzt haben, einen 24-Stunden-Bann kassieren. Allerdings betrifft das wohl weniger als 1.000 User. Alle anderen, die das System nicht ganz so absurd gemolken haben, kommen offenbar ungeschoren davon.
Das ist die richtige Entscheidung. Trotzdem bleibt ein bitterer Nachgeschmack. Denn eigentlich wirkten die Änderungen vorab extrem präzise und sinnvoll, um einige der hartnäckigsten Probleme von Wardogs anzugehen. In der ersten Season dauerte es ewig, Driver-XP zu sammeln. Es war also eine klasse Idee, diesen Grind zu entschärfen. Genauso klug war ursprünglich der (jetzt entfernte) XP- und Cash-Bonus für das blaue Team. Diese Fraktion hatte in Season eins nämlich ordentlich zu kämpfen, überhaupt Matches zu gewinnen.
Dennoch fallen die Reaktionen in der Community gemischt aus. Einige sind verständlicherweise ein wenig traurig, dass sie die fetten XP-Gewinne verpasst haben. Andere merkten an, dass das alles passierte, während sie auf der Arbeit waren – das typische Leid berufstätiger Gamer.
Nichtsdestotrotz beweist Wardogs weiterhin, was für ein beliebter und packender Militär-Shooter es ist – und einer der Überraschungshits des Jahres. In unserem Early-Access-Test zu Wardogs lobten wir bereits die clevere Mischung. Das Spiel kombiniert die besten Elemente kompetitiver Shooter mit völlig eigenen Ideen. Unser Fazit: Es ist "eine brillant erfrischende Interpretation des Genres".