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Ghost of Yotei Complete Edition im Test: Im Schatten des Vorgängers
von André Westphal
17. Okt. 2026 |
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Im letzten Jahr habe ich das Spiel "Ghost of Yotei" getestet. Es hat mir damals grundsätzlich super gefallen, kommt aber aus meiner Sicht nicht an den herausragenden Vorgänger "Ghost of Tsushima" heran. Das liegt unter anderem an der eindimensionaleren Rache-Geschichte und der Protagonistin Atsu, die für mich einfach keine Sympathieträgerin ist. Letztere erhält nun in der frischen Complete Edition dank einer Story-Erweiterung mehr Profil. Dennoch steht das neue Spiel weiterhin im Schatten des Vorgängers.
Das beginnt bereits beim reinen Umfang: Die Complete Edition von "Ghost of Tsushima" fügte mit der Erweiterung Ikki Island gut und gerne 10-12 Stunden zusätzliches Gameplay hinzu, je nachdem, wie viele Nebenaufgaben man wahrgenommen und wie genau man das zusätzliche Areal erkundet hat. Wer sich "Echos von Sekigahara" in "Ghost of Yotei" widmet, stößt auf ein überschaubareres Gebiet. Die Story-Erweiterung wird man auch bei gemächlichem Tempo nach 6-8 Stunden komplett durchgespielt haben.
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Als kurzer Reinholer: Zum Hauptspiel schreibe ich an dieser Stelle nicht mehr allzu viel und verweise da nochmal auf meinen bestehenden Test. Neueinsteigern bietet die Complete Edition von "Ghost of Yotei" aber natürlich auch das gesamte Hauptspiel an. Wer jenes bereits besitzt, kann die zusätzlichen Inhalte auch als Upgrade-Paket für 14,99 Euro erwerben. Das ist durchaus ein fairer Preis.
Neben den zusätzlichen Story-Inhalten enthält die Complete Edition auch alle bisherigen Dreingaben der Digital Deluxe Edition, sowie einen neuen Einzelspieler-Modus namens „Meistgesucht“. Das ist eine Art Roguelite-Modus, zu dem ich noch etwas später komme. „Echos von Sekigahara“ ist nämlich sicherlich für das Gros der Käufer der eigentliche Reiz. Hier öffnet sich ab einem bestimmten Punkt der Hauptstory für euch ein neues Gebiet. Ihr könnt dann also z. B. auch zwischen den DLC-Inhalten und der Geschichte des Hauptspiels wechseln.
Dabei liefert „Echos von Sekigahara“ in erster Linie Rückblenden. Die Geschichte setzt also nicht nach, sondern vor der Hauptgeschichte von „Ghost of Yotei“ an. Diese Herangehensweise ist durchaus geeignet der Protagonistin Atsu etwas mehr Profil zu verleihen, was für Neueinsteiger auch das Hauptspiel aufwerten könnte. Dieses Potenzial wird jedoch aus meiner Sicht nur mäßig genutzt. Auch in der Vorgeschichte ist Atsu eine Figur, die in ihren Launen zwischen „leicht gereizt“ bis „offen aggressiv“ schwankt und zumindest mir nie recht ans Herz wachsen wollte.
Im Zentrum steht dabei die historische Schlacht von Sekigahara und Ereignisse drumherum, in denen Atsu im Hintergrund eine Rolle einnimmt. Als neue Figur tritt dabei Atsus Kampfgefährte Nagato auf den Plan. Dieser spielt nicht nur in den Rückblenden eine tragende Rolle, sondern auch im Ezo der Gegenwart. Er wird von den Vipern gejagt, einem boshaften Clan, der allerdings arg eindimensional daherkommt.
Neu ist dabei, dass ihr in „Echos von Sekigahara“ gewaltige Waffen wie Äxte schwingen könnt. Obendrein könnt ihr nun nicht nur Banditenlager ausmerzen, sondern auch Lagerhäuser befreien, eine Variation, bei der ihr der Bevölkerung signalisiert, wo sie ihren Hunger stillen kann. Freilich bietet euch die Erweiterung natürlich auch neue Rüstungen, die ihr dann auch mit ins Hauptspiel nehmen könnt. Wie gesagt, ist die ziemlich stereotype Story um die bösen Vipern aber kein besonderer Erguss und bleibt höchstens wegen einer hart übertriebenen Momente im Gedächtnis.
In Sachen Gameplay bietet euch "Echos von Sekigahara" im Wesentlichen mehr von dem, was ihr aus dem Hauptspiel kennt. Die leichten Variationen sind nicht weltbewegend, lockern