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Olivenernte: Verletzte bei Siedlergewalt im Westjordanland
Während der Olivenernte im Westjordanland häuft sich die Gewalt israelischer Siedler gegen palästinensische Helfer. In mehreren Orten sind dabei Menschen verletzt worden, unter ihnen auch eine US-Journalistin.
Bei Angriffen von radikalen israelischen Siedlern im besetzten Westjordanland hat es Berichten zufolge eine Reihe von Verletzten gegeben. Die Gewalt habe sich vor allem gegen palästinensische Helfer bei der Olivenernte gerichtet.
Bei den Angriffen wurde gestern aber auch eine Journalistin der Washington Post verletzt. Mehrere Maskierte hätten gestern das Dorf Abu Falah angegriffen und sie geschlagen, berichtete Heidi Levine. Die Angreifer seien mit Flaschen und Schleudern bewaffnet gewesen. "Sie haben mich etwa zehn Minuten lang getreten", so die Fotojournalistin der US-Zeitung. "Ich habe versucht, meine Kameras und meine Tasche festzuhalten."
Im Westjordanland hat es im Konflikt zwischen Palästinenser und israelischen Siedlern erneut Tote gegeben.
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Levine zufolge war sie durch die Aufschrift auf ihrer Weste als Journalistin zu erkennen. Sie habe im Krankenhaus behandelt werden müssen. Ihr Helm und ihre Schutzweste hätten sie wohl vor schlimmeren Verletzungen bewahrt. Das israelische Militär bestätigte, dass eine Journalistin verletzt wurde, und verurteilte die Gewalt.
Die Washington Post und der Verband der Auslandspresse forderten Israel auf, die Angreifer vor Gericht zu bringen. "Dies ist der jüngste in einer langen Reihe gewaltsamer Angriffe israelischer Siedler auf Journalisten und andere Zivilisten im besetzten Westjordanland", erklärte der Verband.
Selbst Israels Premier schaltete sich in den Fall ein: Familie Tubassi wurde von jüdischen Siedlern aus ihrem Haus im Westjordanland vertrieben.
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Örtliche Behörden, Medien und der Palästinensische Rote Halbmond meldeten weitere Angriffe und Verletzte in mindestens acht Dörfern im Norden des Westjordanlands. Die israelische Zeitung Haaretz schrieb unter Berufung auf Augenzeugen über einen Vorfall, dass rund 30 maskierte Siedler Erntehelfer angegriffen und ihnen befohlen hätten zu gehen. Israelische Sicherheitskräfte seien dazu gekommen, hätten aber keinen der Angreifer festgenommen.
Laut palästinensischer Nachrichtenagentur Wafa sind bei den Übergriffen in der Region auch Fahrzeuge und Olivenbäume in Brand gesetzt worden. Die Gewalt betrifft vor allem die Gebiete, wo die meisten Olivenhaine des Palästinensergebietes liegen. Zehntausende palästinensische Familien leben von deren Erträgen.
Nach Angaben des israelischen Armeeradios griff eine Gruppe israelischer Siedler heute zudem Fahrzeuge europäischer Diplomaten an. Wie der Militärkorrespondent Doron Kadosh auf X mitteilte, umstellten Augenzeugen zufolge sieben maskierte Männer mit ihren Geländewagen ein Diplomatenfahrzeug, verlangten Ausweise und zertrümmerten eine Fensterscheibe. Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie ein Diplomat am Boden liegt.