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heise+ | Leapmotor B03X im Test: Kompaktes Platzwunder mit Eingewöhnungsbedarf
Der Leapmotor B03X verbindet Wendigkeit mit viel Platz auf rund 4,3 Metern. Er fährt auch gut. Aber man muss Autobedienung neu lernen.
In China findet gerade eine blutige Marktbereinigung bei den Autoherstellern statt. Es ist für deutsche Kunden schwer zu beurteilen, welche Hersteller überleben werden und bei welchen man in einigen Jahren vielleicht im Regen steht, wenn man Ersatzteile braucht. Bei Leapmotor hilft es, dass der Riese (und Leapmotor-Anteilseigner) Stellantis den Europavertrieb über die bewährten Kanäle übernimmt. Auch deshalb ist der neue Leapmotor B03X ein sehr interessantes Angebot, das viel Platz innen auf kompakten Maßen außen kombiniert.
In China kaufen die Kunden nach anderen Kriterien und die Autokultur ist zudem viel jünger als bei uns. Das führt zu einigen Besonderheiten chinesischer Fahrzeuge. Fast alles, was über die primären Fahraufgaben hinausgeht, muss man bei Leapmotor neu lernen. Die erste Hürde ist, überhaupt ins Fahrzeug zu kommen und zu starten: Chipkarte an den Außenspiegel halten und dann auf die Ringantenne in der Mittelkonsole. Auch das dann nötige Einstellen der Spiegel erfolgt über die generischen Lenkradknöpfe nach Aufruf der Funktion in den Tiefen des Infotainments. Man kommt schon zurecht, aber man muss fast alle B-Funktionen des Autos neu lernen.
Dieser Test beleuchtet das Fahrverhalten, den Platz, das Infotainment und die anderen Besonderheiten des Leapmotor B03X. Wir messen zudem wie immer den Verbrauch und setzen den Bruttoverbrauch in Bezug zur Anzeige auf dem Tacho. Als Vorabfazit verrate ich schon: Der B03X ist ein sehr guter kleiner Allrounder, der viele Interessenten größerer, teurerer Autos grübeln lassen wird, ob das hier Gebotene nicht die günstigere Lösung für den Alltag sein könnte.
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