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Microsoft: Windows 11 ist nun bis zu 20 Prozent reaktionsschneller
Teil der Runderneuerung von Windows 11 ist, dass das Betriebssystem generell reaktionsschneller und geschmeidiger läuft. Einen Fortschritt von bis zu 20 Prozent verkündet Microsoft nun in einem Blog-Beitrag. Ebenso arbeitet man weiter daran, dass Windows 11 künftig besser mit 8 GB RAM auskommt.
Dass Windows 11 sich geschmeidiger anfühlt, war ein Hauptaugenmerk von Microsoft in diesem Jahr. Umgesetzt wurde es mit Funktionen wie den beschleunigten App-Starts, bekannt als Low Latency Profile. Dabei taktet der Prozessor kurzzeitig hoch, wenn Nutzer Betriebsystemelemente wie das Startmenü oder Apps öffnen.
Weitere Verbesserungen betrafen einzelne Bereiche wie den Explorer. Dieser hat unter anderem ein Preloading-Verfahren. Ebenso helfen können Windows-Apps, die das moderne WinUI-3-Framework nutzen.
Der Fortschritt von bis zu 20 Prozent bezieht Microsoft auf das Startmenü, den Datei-Explorer, die Suche, das Snipping Tool, Microsoft 365, den Edge-Browser und weitere Bereiche. Vergleichsmaßstab für die Zahlen sind die Windows-11-Build 26200.7628 vom Januar mit der September-Build 26300.9550, die mit Windows 11 26H2 läuft. Microsoft räumt selbst ein, dass die Werte von Faktoren wie dem Gerät oder der Konfiguration beeinflusst sind.
In dem Blog-Beitrag betont Microsoft zudem den Fortschritt beim RAM-Verbrauch, verbessert wurden unter anderem das Speichermanagement und die Effizienz. Vor allem auf Systemen mit 8 GB könnten diese einen Unterschied machen.
So kann Windows nun bis zu 2 GB der aktiven Daten im RAM behalten und muss diese nicht zum langsameren Festplatten-Speicher verschieben. Zusätzlich wird der RAM-Verbrauch im Hintergrund reduziert. Auf Systemen mit 8 GB RAM (oder noch weniger) laden etwa Widgets nur, wenn Nutzer diese auch öffnen. Damit spart man mehr als 200 MB ein.
In Zeiten der Speicherkrise werden Systeme mit 8 GB RAM wieder relevanter. Apple setzte mit dem MacBook Neo einen Trend, nun folgen auf diesen macOS-Laptop verschiedene Windows-Geräte.
In der Praxis bleiben 8 GB RAM aber kritisch, wie der ComputerBase-Test vom Chuwi UniBook 304 zeigte. Die RAM-Menge kann für simple Browser-, Office- und Multimedia-Aufgaben reichen, nur sollten diese dann schon nicht parallel laufen. Mehrfach kam es im Test aber zu Problemen, Programme wie Adobe Premiere verweigerten zudem komplett den Dienst. Die Alltagstauglichkeit besteht nur in engen Grenzen.