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Oblivion Remastered: Mit Claude entwickelter Mod steigert FPS um bis zu 40 Prozent
Selbst mit einer Radeon RX 9070 XT litt Oblivion Remastered bei einem Spieler unter niedrigen FPS und Rucklern. Mit Claude Opus 5.5 analysierte er den Code, stieß unter anderem auf unnötige Beleuchtungsberechnungen und entwickelte einen Mod, der in der offenen Welt bis zu 40 Prozent mehr Leistung bringen soll.
The Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered gehört zu den Spielen auf Basis der Unreal Engine 5, bei denen eine aufwendige Grafik mit schwankender Performance, CPU-Limits und Rucklern einhergeht. Verschärft wird die Kritik dadurch, dass seit der Veröffentlichung im Jahr 2025 nur wenige Updates erschienen sind. Die Steam-Bewertungen fallen inzwischen entsprechend „gemischt“ aus. Zahlreiche Spieler werfen Bethesda vor, das Remaster weitgehend „im Stich gelassen“ zu haben.
Auch ein erhebliches GPU-Upgrade brachte für den Reddit-Nutzer LTSharpe keine Abhilfe. Nach dem Wechsel von einer GeForce RTX 2070 Super auf eine Radeon RX 9070 XT blieben sowohl die niedrigen Bildraten als auch die Ruckler bestehen. Selbst mit potenter Hardware waren bei geringer Auflösung und niedrigen Grafikeinstellungen lediglich rund 20 bis 30 FPS möglich. Für LTSharpe sprach dieser Umstand gegen ein GPU-Limit und stattdessen für grundlegende Probleme bei der Optimierung.
Obwohl LTSharpe selbst kein IT-Entwickler ist, machte er sich laut einem eigenen Reddit-Beitrag mit den Reverse-Engineering-Werkzeugen von Claude Opus 5.5 von Anthropic auf die Suche nach den Ursachen. Zum Einsatz kamen zunächst ein Pro- und später ein Max-x5-Abonnement. Für die Analyse verknüpfte er außerdem seine GitHub- und Epic-Konten, wodurch Claude auf die Unreal Engine zugreifen konnte. Besonders auffällig war dabei die Beleuchtungsberechnung: Die gesamte Beleuchtung wurde in jedem einzelnen Frame erneut berechnet, selbst wenn sich an der Darstellung nichts änderte. Für die CPU bedeutete das eine erhebliche zusätzliche Belastung.
Ausgangspunkt für die Optimierungen waren gezielt gesuchte Spielsituationen, in denen die Bildrate stark sank oder auffällige Ruckler auftraten. Für jedes dieser Szenarien ließ der Spieler einen Benchmark erstellen und beauftragte Claude anschließend über „/goal“ damit, dessen Performance zu verbessern. Seinen Angaben zufolge reichten zwei Opus-5.5-Unteragenten aus, um dabei innerhalb des Fünf-Stunden-Limits zu bleiben. Während der heimische PC die Aufgaben abarbeitete, konnte LTSharpe den Fortschritt über die mobile App verfolgen und bei Bedarf eingreifen. Die Änderungen wurden jeweils am Abend getestet und bewertet, ehe die Suche nach dem nächsten problematischen Szenario fortgesetzt wurde.
Was als gezielte Suche nach einzelnen Fehlern begann, entwickelte sich über einen Zeitraum von zwei Wochen zu einem umfangreicheren Optimierungsprojekt. Gemeinsam mit Claude erstellte LTSharpe unter anderem Benchmarks für die Erkundung von Städten und der offenen Spielwelt, um Leistungseinbrüche systematisch aufzuspüren. Dabei soll Claude mehrere Fehler sowohl im ursprünglichen Spiel als auch im Remaster-Code behoben haben.
Oblivion Remastered verbindet weiterhin die technische Grundlage des Originalspiels mit einer über Unreal Engine 5 umgesetzten neuen Grafik. Nach den Änderungen erreicht das System des Entwicklers bei Stadterkundungen dem Bericht zufolge statt zuvor 30 FPS nun stabile 60 FPS. In der offenen Welt soll die Performance um bis zu 40 Prozent zugelegt haben. Neben höheren durchschnittlichen Bildraten sollen vor allem Ruckler zurückgegangen und die 1-Prozent-Lows verbessert worden sein. Insgesamt entstanden auf diese Weise rund 40 Verbesserungen, darunter eine vollständige Unterstützung für die aktuelle AMD-FSR-Frame-Generation.
Veröffentlicht hat LTSharpe das Ergebnis unter dem Namen „OblivionRemasteredPerformanceFix“ auf GitHub sowie in einem YouTube-Video; darüber hinaus steht eine Seite bei Nexus Mods bereit. Auf andere Systeme lassen sich die Resultate allerdings nicht ohne Weiteres übertragen: Die Optimierungen entstanden gezielt für den