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Knesset-Wahl: Was die Kriegskosten für Israels Wähler bedeuten
Sicherheit steht in Israels Wahlkampf im Vordergrund. Doch drei Jahre Krieg haben die Wirtschaft schwer getroffen: Für viele Menschen geht es vor der Wahl am 27. Oktober auch um die Frage, wie es wirtschaftlich weitergehen soll.
In Tel Aviv führt Asaf Beeri am liebsten Touristengruppen durch sein Land. Doch seit dem Krieg kommen kaum noch Reisegruppen nach Israel. Und wenn doch Besucher da sind, hört er häufig, dass das Land teuer sei.
Das kann Beeri gut nachvollziehen: "Wenn sie ankommen, sagen sie, das Essen schmeckt, aber es ist teuer in Israel." Und das stimme, die Lebenshaltungskosten seien dramatisch hoch, sagt er. "Die Regierung hat im Krieg die Mehrwertsteuer erhöht. Ich gehe seltener essen, verreise nicht. Ich wäre gerne umgezogen, aber die Miete ist zu teuer. Ich wollte ein neues Auto kaufen. Ich warte ab."
Seine eigene finanzielle Situation habe sich im Krieg zunehmend verschlechtert:
Für ihn hat seine persönliche finanzielle Situation einen erheblichen Einfluss darauf, für wen er bei den anstehenden Parlamentswahlen stimmen will - auch wenn für ihn Themen wie die Sicherheit Israels und ein Ende des Krieges ebenfalls im Vordergrund stehen. Auch wünsche er sich eine Regierung, die die israelische Gesellschaft nicht weiter spaltet, fügt er hinzu.
Premier Netanjahu kämpft um eine weitere Amtszeit.
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Neben seiner Arbeit als Reiseleiter arbeitet Beeri als Grafikdesigner. Doch auch in diesem Bereich sind die Aufträge zurückgegangen. Unternehmen müssten angesichts der schwierigen Lage genau abwägen, wofür sie ihr Geld ausgeben, sagt er. "Grafikdesign ist Luxus für Unternehmen, die sich überlegen: Zahle ich Gehälter oder investiere ich ins Marketing? Es gibt weniger Kunden. Jeder will noch mehr sparen. Der Staat gibt so viel Geld für den Krieg aus."
Beeri arbeitet außerdem mit Reservisten, die aus dem Krieg zurückkehren. Viele von ihnen seien traumatisiert, manche könnten ihren bisherigen Beruf nicht mehr ausüben. Die Folgen des Krieges zeigen sich damit nicht nur in den öffentlichen Haushalten und den Unternehmen, sondern auch im Leben der Menschen, die versuchen, wieder in einen normalen Berufsalltag zurückzufinden.
Vor drei Jahren überfielen Hamas-Terroristen Israel, heute wurde an die Opfer des Überfalls erinnert.
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Die wirtschaftlichen Belastungen sind im ganzen Land spürbar. Nach Schätzungen der israelischen Zentralbank haben drei Jahre Krieg die israelische Wirtschaft umgerechnet mehr als 100 Milliarden Euro gekostet.