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Kanadischer Politiker fordert: BioWare-Mitarbeiter sollen ihr Studio selbst kaufen
Nach dem EA-Aus will NDP-Chef Avi Lewis staatliche Beihilfen für die Entwickler. Mit der Schließung wurde auch Mass Effect 5 eingestampft.
Das Aus der kanadischen RPG-Schmiede BioWare beschäftigt zumindest einen Politiker des Landes.
Nicht ohne Grund, denn das Studio aus Edmonton zählte über Jahre hinweg mehrfach zu den besten Arbeitgebern Kanadas. Das trifft auch auf die Zeit nach der Übernahme durch Electronic Arts zu – und genau jener Publisher bekommt hier sein Fett weg.
Gegründet 1995 in Edmonton, revolutionierte BioWare mit Baldur's Gate, Knights of the Old Republic, Mass Effect und Dragon Age das RPG-Genre. Nach der Übernahme durch Electronic Arts im Jahr 2007 galt das Studio lange als Aushängeschild der kanadischen Tech-Szene.
"Genau so funktioniert Private Equity: Unternehmen aufkaufen, gegen die Wand fahren und für kurzfristige Profite ausschlachten", kommentiert Avi Lewis die Neuigkeiten rund um den Entwickler auf Bluesky. Er führt die New Democratic Party (NDP) an – traditionell Kanadas drittstärkste politische Kraft.
"Die Entwickler bei BioWare wissen genau, wie man ein Studio leitet. Sie wissen, wie man Spiele entwickelt, die wir alle lieben. Man sollte ihnen vorrangig die Möglichkeit – und staatliche Unterstützung – geben, das Studio selbst zu kaufen und in Eigenregie weiterzuführen. Wenn wir einen solchen 'Mass-Effect-Effekt' in Kanada künftig verhindern wollen, dürfen wir Private-Equity-Investoren nicht mit offenen Armen empfangen, sondern müssen ihnen die Tür vor der Nase zuschlagen."
Einige seiner Follower forderten sogar, BioWare kurzerhand zu verstaatlichen.
Dieses Ende einer Ära wird jedenfalls von vielen in der Games-Branche betrauert. Mit der Traditionsschmiede stirbt auch Mass Effect 5 alias Mass Effect: Universe, zu dem prompt ein neuer Trailer geleakt wurde.