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Wird Arkane Lyon auch bald geschlossen? Die Zeit rennt und noch ist kein Käufer in Sicht
Die Frist für die Dishonored-Macher rückt näher: Bis zum 13. November muss das französische Entwicklerteam gerettet werden, sonst stehen 217 Jobs auf dem Spiel.
In Frankreich ist es so, dass Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern nicht einfach so aus heiterem Himmel schließen dürfen. Bevor ein Standort dichtmacht, muss das Unternehmen mindestens drei Monate lang nach einem Käufer suchen. Microsoft gab Mitte Juli bekannt, dass sie sich von vielen Studios verabschieden würden. Entlassungswellen und Schließungen gab es bereits bei Compulsion Games, Double Fine, Undead Labs und Ninja Theory. Einige von ihnen haben den Weg in die Unabhängigkeit zurückgeschafft, andere hängen noch in der Schwebe. Darunter auch Arkane Lyon, denen langsam die Luft auszugehen droht.
Wer jetzt mitgerechnet hat, kommt zu dem Ergebnis, dass Arkane Lyon wirklich nicht mehr viel Zeit hat, um einen Käufer zu finden, bevor das Studio die Tore endgültig dichtmachen muss. Die Frist, die seit dem 16. Juli läuft, endet theoretisch am 13. November - also in genau drei Wochen.
Die neuen Informationen stammen von Le Monde, einer französischen Zeitung. Laut den Berichten des Blatts sollen die Verhandlungen zwischen Microsoft und den lokalen Arbeitnehmervertretern eher schlecht laufen. Die Gewerkschaften versuchen derzeit angeblich, mehr Zeit zu gewinnen, "um den Gesprächen eine bessere Chance auf ein erfolgreiches Ergebnis zu geben." Zudem werden unterschiedliche Übernahmeoptionen geprüft.
Sollten die Bemühungen dennoch scheitern und Arkane Lyon schließen, wären 217 Stellen betroffen.
Das Studio ist vor allem für Dishonored 2 und Deathloop bekannt. Keine unbekannten und unbeliebten Spiele. Im Gegenteil: Dishonored 2 bekam von Martin sogar ein "Herausragend" im Test - heute wären es wohl fünf Sterne. Er betitelte das Spiel als "Die ultimative Sandbox des Action-Adventure-Genres". Auf Metacritic bekam es 88 Punkte.
Deathloop konnte sich im Review ein handfestes "Empfehlenswert" von unserem Alex ergattern. Er nannte es ein "elegantes Zeitschleifen-Puzzle für Experimentierfreudige, das mit Level-Design, Handhabung und seiner Welt begeistert". Und auch hier gab es 88 Punkte auf Metacritic.
Es wäre wirklich schade, wenn wir uns den Wecker auf in drei Wochen stellen können, um dann pünktlich die nächste Meldung eines Studio-Aus in die Tastatur zu hauen. Eine kleine Resthoffnung besteht ja noch, dass das Studio einen Käufer findet und Marvel's Blade zu Ende entwickeln darf.