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Wie die Goldsuche Natur und Lebensgrundlagen in Ghana zerstört
In Ghana wird unter extremen Bedingungen Gold abgebaut - auch Kakaoplantagen müssen dafür weichen. Mit verheerenden Folgen: Zurück bleiben zerstörte Landschaften und verdreckte, belastete Flüsse.
Riesige Löcher klaffen im Boden, mitten im Regenwald. Darin stehen Menschen knietief im Schlamm und graben. Unter extremen Bedingungen wird in Ghana Gold abgebaut. Dafür müssen Kakaoplantagen weichen. Tropische Regenwälder und auch geschützte Waldgebiete werden gerodet, wie Recherchen von Y-Kollektiv in Kooperation mit der ARD-Klimaredaktion zeigen.
In Ghana wird Gold sowohl von großen Firmen mit Lizenz als auch illegal abgebaut. Mit der Hoffnung auf schnelles Geld machen sich viele Menschen auf die Suche nach Gold, das Risiko dabei ist enorm hoch.
Viele von ihnen waren zuvor im Kakaoanbau tätig. Für Land und Ackerfläche werden ihnen hohe Summen geboten, um dort nach Gold zu suchen. "Der illegale Goldabbau zerstört den Kakaoanbau, Goldgräber kommen auf unsere Farmen, roden die Kakaobäume, um darunter nach Gold zu suchen", sagt Kakaobauer Edwin Ntaah.
Für die Goldsuche werden in Ghanas Regenwald riesige Löcher in den Boden gegraben.
Wird aus einer Kakaofarm erstmal eine Goldmine, ist das Ökosystem zerstört und die Lebensgrundlage der Farmerinnen und Farmer fehlt. Wichtige CO2-Speicher gehen verloren. Kakaobäume betreiben wie alle Bäume Photosynthese. Sie nehmen also CO2 aus der Atmosphäre auf und speichern den Kohlenstoff in ihrer Biomasse. Den Sauerstoff geben sie wieder an die Atmosphäre ab.
Für den Goldabbau werden viele Kakaoplantagen und sogar tropischer Regenwald gerodet, also wird auch weniger CO2 gebunden. Doch auch dort, wo es noch Plantagen und Äcker gibt, sind die Auswirkungen des illegalen Goldabbaus spürbar.
Weltspiegel
16.03.2026
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Die Familie von Edwin Ntaah lebt vom Kakaoanbau. Wie viele Familien. Ghana ist der zweitgrößte Kakaoproduzent der Welt. Ntaah ist 22 Jahre alt. Im Interview mit Y-Kollektiv erzählt er: Auch ihnen wurde viel Geld für ihre Kakaofarm geboten von Menschen, die dort illegal Gold abbauen wollten. Statt Kakaobäumen hätte dann mitten im Regenwald eine große Grube geklafft - eine illegale Goldmine. Doch die Familie von Ntaah hat sich entschieden, ihre Farm zu behalten.