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Knesset-Wahl 2026: Israel vor der Entscheidung
Es ist eine fundamentale Richtungsentscheidung in einer der schwersten Krisen der jüdischen Republik: Mehr als 7,3 Millionen Wahlberechtigte stimmen ab. 70.000 Staatsbürger aus aller Welt fliegen ein. Heute wählt Israel ein neues Parlament.
Zum ersten Mal seit dem verheerenden Terrorangriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 und nach drei Jahren eines zermürbenden Krieges wählt Israel an diesem Dienstag ein neues Parlament.
Im Zentrum des erbitterten politischen Ringens steht die existenzielle Frage, wer das tief gespaltene Land aus der gegenwärtigen Krise führen soll. Die Wählerinnen und Wähler stehen vor einer klaren Weichenstellung zwischen dem amtierenden Langzeit-Premierminister Benjamin Netanjahu und seinem stärksten Herausforderer, dem ehemaligen Generalstabschef Gadi Eisenkot.
Eisenkot tritt mit seiner neu gegründeten Partei Yashar (Hebräisch für "Geradeaus") an und inszeniert die Wahl als ein Plebiszit über die Identität der israelischen Nation. Er warnt vor einer fortschreitenden Spaltung und wirft der amtierenden Führung die Vernachlässigung der nationalen Sicherheit vor.
Morgen entscheidet sich, ob der Premierminister an der Macht bleibt - oder das Anti-Netanjahu-Bündnis gewinnt.
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Die logistischen Ausmaße dieser Wahl spiegeln die Dringlichkeit wider, die viele Israelis weltweit empfinden. Am internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv mischen sich in diesen Tagen Tausende Ankommende aus New York, London oder Paris unter die Reisenden. Sie nehmen immense Kosten und lange Wege auf sich, da Israel seinen Bürgern im Ausland keine Möglichkeit zur Stimmabgabe per Post einräumt.
Mehr als 7,3 Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, über die Zukunft des Landes zu entscheiden. Da das israelische Wahlrecht keine Briefwahl aus dem Ausland zulässt, fliegen in diesen Tagen schätzungsweise 70.000 Staatsbürger aus aller Welt ein, um direkt in ihrer Heimat abzustimmen.
Unter den Zehntausenden Eingeflogenen ist auch Eitan Hemed, der eigens aus Berlin angereist ist. Für ihn und viele andere ist der Gang zur Urne eine Bürgerpflicht, die keinen Aufschub duldet. Die Reise verbinde er zwar mit familiären Treffen und beruflichen Terminen, sagt er dem ARD-Studio Tel Aviv.
Doch der eigentliche Antrieb sei die politische Mitbestimmung in einer Phase, in der das Land vor historischen Weichenstellungen steht. Diese beispiellose Mobilisierung der Diaspora zeigt, wie sehr die Geschehnisse der vergangenen drei Jahre die israelische Identität weltweit erschüttert und politisiert haben.
Die politische Landschaft in Israel hat sich in den letzten Jahren verändert. Wie steht es um das linke Lager?
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