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OpenSSL 4.1.0 unterstützt DTLS 1.3
Das OpenSSL-Projekt hat Version 4.1.0 seiner Verschlüsselungsbibliothek veröffentlicht. Die neue Ausgabe erweitert die Unterstützung von Netzwerkprotokollen und Kryptografie-Verfahren und enthält Änderungen an der Plattformunterstützung.
OpenSSL 4.1.0 unterstützt das Datagram Transport Layer Security Protocol (DTLS) in Version 1.3. Zudem integriert die Software GREASE, ein Verfahren, das die Erweiterbarkeit von Protokollen erhalten soll. Die SSL-Listener-Schnittstelle unterstützt nun ebenfalls DTLS. Hinzu kommt die Unterstützung der IKEv2-Schlüsselableitungsfunktion (KDF) sowie eine erste Unterstützung der Prozessorarchitektur Elbrus2000 (e2k).
Die Entwickler haben außerdem kryptografische Berechnungen für verschiedene Prozessorplattformen optimiert. Dazu zählen ML-DSA und ML-KEM auf 64-Bit-PowerPC-Systemen sowie ML-DSA auf x86-64-Prozessoren. Für x86-64-Systeme kommen zudem AVX-512-Optimierungen für SHAKE-Operationen und AVX-512- sowie VAES-Optimierungen für die AES-CBC-Entschlüsselung hinzu.
Bei der Windows-Unterstützung ergänzt OpenSSL Build-Ziele für Microsoft Visual C++ 2013, die fehlende Funktionen des C99-Standards ausgleichen. Gleichzeitig entfernt das Projekt die Build-Ziele für Windows auf Itanium-Prozessoren und Windows CE. Auch die Konfigurationsoptionen “no-ecdsa” und “no-ecdh” entfallen, da sie die jeweiligen Implementierungen nicht zuverlässig deaktivierten. Wer elliptische Kurven vollständig ausschließen will, muss künftig “no-ec” verwenden.
Die Entwickler haben laut den Release Notes zudem das Hilfsprogramm “tsget” umgestellt. Es verwendet nun “Net::Curl::Easy” aus der Perl-Distribution Net-Curl anstelle der nicht mehr gepflegten Bibliothek “WWW::Curl::Easy”. Wer “tsget” nach dem Update weiter nutzen möchte, muss die neue Abhängigkeit zuvor installieren.
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