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Speicherpreise: Chinas Tech-Giganten sollen Speicherverträge über 10 Jahre schließen
Alibaba, ByteDance und Tencent sollen inzwischen auf zehn Jahre ausgelegte Speicherverträge mit Samsung abschließen, um sich langfristig Speicher für ihre KI-Infrastruktur zu sichern. Laut dem Bericht der Maeil Business Newspaper geht es um DDR- und LPDDR-DRAM für Server. Bestätigt wurden die Vereinbarungen bislang nicht.
Die Unternehmen fragen Samsung dem Bericht zufolge nach extrem langen Long-Term Agreements (LTAs). Normalerweise weisen solche langfristigen Liefervereinbarungen nur eine Laufzeit von drei bis fünf Jahren auf. Die chinesischen Konzerne sollen jedoch inzwischen eine Laufzeit von zehn Jahren anstreben, um sich langfristig gegen die Nachfrage nach Speicherchips aus den USA zu wappnen.
Große US-Unternehmen haben bereits langfristige Vereinbarungen für Speicherchips mit Micron, Samsung und SK Hynix abgeschlossen. Chinesische Anbieter sollen deshalb nun versuchen, sich die verbliebende Versorgung zu sichern.
Für Samsung könnten die langfristigen Vereinbarungen aufgrund der derzeit extrem hohen Nachfrage, über deren Anhalten es sehr unterschiedliche Vorhersagen gibt, einen konstanten Absatz und garantierte Umsätze über die nächsten Jahre hinweg sicherstellen. Das Unternehmen soll in diesem Jahr mehr Gewinn erzielen als in den vergangenen 40 Jahren zusammengenommen. Samsung ist der weltweit größte Speicherchiphersteller.
Der Bedarf an Speicherchips in KI-Unternehmen für den Betrieb der Server und Cloud-Infrastruktur ist hoch. LPDDR-DRAM wird üblicherweise in energieeffizienten Geräten wie Laptops, Smartphones und Tablets eingesetzt, kommt inzwischen aber auch in KI-Servern zum Einsatz. Die hohe Nachfrage führt seit Herbst 2025 zu einer Speicherkrise, symbolisch als „RAMageddon“ bezeichnet, mit explodierenden Preisen nicht nur für Arbeitsspeicher und SSDs, sondern alle Geräte, in denen größere Speichermengen verbaut werden.