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Thunderbird 159: Erkennung von Graph-Kalendern und viele Fehlerkorrekturen
Thunderbird 159 zeigt unter Linux jetzt ungelesene E-Mails samt Anzahl über das Symbol im Infobereich an und erkennt Graph-Kalender bei der Kontoeinrichtung automatisch. Umfangreiche Korrekturen widmen sich zudem IMAP, POP3, SMTP, Microsoft Graph, CardDAV und CalDAV sowie Anhängen, Suche und Nachrichtenverarbeitung.
Mit zwei neuen Funktionen und zahlreichen Fehlerkorrekturen geht Thunderbird 159 an den Start. Unter Linux weist das Symbol im Infobereich fortan auf ungelesene E-Mails hin, deren Anzahl zusätzlich im Tooltip erscheint. Bei neu eingerichteten Konten kommt die automatische Erkennung von Graph-Kalendern hinzu.
Den weitaus größeren Anteil der Veröffentlichung machen allerdings Fehlerkorrekturen aus. Während einige Probleme Thunderbird verlangsamten oder vollständig zum Stillstand bringen konnten, beeinträchtigten andere die Verarbeitung und Darstellung von Nachrichten oder waren sogar sicherheitsrelevant.
Einen Schwerpunkt haben die Entwickler auf die Stabilität und Zuverlässigkeit der verschiedenen Mail-Protokolle gelegt. Korrekturen gibt es unter anderem für zu lange Nicht-ASCII-IMAP-Tags, die POP3-Authentifizierung mittels NTLM und POP3-Sitzungen, die nach einem abgebrochenen Passwortdialog weiterliefen. Auch nicht erreichbare IMAP-Namespace-Stammordner werden adressiert. Zeilenumbrüche in SMTP-Adressen konnten darüber hinaus unbeabsichtigte Befehle einschleusen, während sich über Unicode-Adressen abweichende Reply-To-Ziele verschleiern ließen.
Mehrere Fehler beseitigt Thunderbird 159 auch bei der Nachrichtenverarbeitung. Beim Weiterleiten fehlerhafter MIME-Nachrichten konnten Anhänge verloren gehen, MP4-Dateien wurden unter Umständen abgeschnitten. Wurden lokale oder über POP abgerufene Nachrichten als neue Nachricht bearbeitet, konnten eingebettete Bilder verschwinden. Die Funktionen „Alle speichern“ und „Alle abtrennen“ arbeiteten bei Anhängen mit ungültigen Dateipfaden zudem nicht oder nicht mehr zuverlässig. RSS-Feeds ermöglichten zudem das Einschleusen beliebiger Message-ID- und References-Header, während bei News-Artikeln ohne Nachrichten-Header externe Inhalte geladen werden konnten.
Auch bei Microsoft-Diensten setzt Thunderbird 159 an mehreren Stellen an, insbesondere bei EWS und Graph. Unvollständige Einstellungen für den Postausgangsserver konnten entsprechende Konten unbrauchbar machen; zugleich blieb „Konfiguration bearbeiten“ im Account-Hub bei Exchange- und Graph-Konten oftmals wirkungslos. Eine zu hohe Zahl an Microsoft-Graph-Anfragen konnte außerdem eine Drosselung nach sich ziehen und damit die Darstellung von Nachrichten verzögern.
Weitere Korrekturen gelten Kalendern und Adressbüchern: CardDAV-Passwörter wurden teilweise nicht gespeichert, sodass nach einem Neustart erneut Anmeldeaufforderungen erschienen. Lehnte ein Server ein ungültiges Synchronisierungs-Token ab, konnte zudem die Synchronisierung eines CardDAV-Adressbuchs abbrechen. CalDAV-Kalender stellten darüber hinaus nach Netzwerkfehlern unter Umständen ihre Synchronisierung bis zum nächsten Neustart ein. Für OAuth2-Konten behebt Mozilla darüber hinaus die fehlgeschlagene automatische Suche nach CalDAV-Kalendern im Account Hub.
Weitere Arbeiten an der Stabilität betreffen den Programmstart und die Nachrichtendatenbank. Beim Wiederherstellen zuvor geöffneter IMAP-Nachrichten und PDF-Tabs konnte Thunderbird hängen bleiben, während beschädigte Nachrichtendatenbanken mitunter eine übermäßig hohe CPU-Auslastung verursachten. Hinzu kommen zahlreiche kleinere Funktionskorrekturen, die unter anderem die globale Suche und Schnellsuche, gespeicherte Suchordner, Nachrichtenfilter, den Druck, die Quelltextansicht, den Text-Zoom und die Ordneransicht in Kalender- und Aufgaben-Tabs betreffen. Bei Newsgroups mit UTF-8-Namen konnten zudem falsche oder doppelte Nachrichten erscheinen. Abgerundet werden die Änderungen durch visuelle Verbesserungen und Optimierungen der Bedienung.
Eine komplette Auflistung aller Neuerungen und Ände