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APT 3.3.5 beschleunigt die Auflösung von Abhängigkeiten
Debians Paketmanager APT (Advanced Package Tool) ist in Version 3.3.5 erschienen. Im Mittelpunkt stehen deutliche Leistungsverbesserungen bei der Auflösung von Paketabhängigkeiten sowie Änderungen am Umgang mit kryptografischen Signaturschlüsseln für Paketquellen.
Nach Angaben von Debian- und Ubuntu-Entwickler Julian Andres Klode im Changelog der neuen Version arbeitet der Solver, der bei Installationen und Aktualisierungen die Abhängigkeiten zwischen Paketen ermittelt und mögliche Konflikte auflöst, nun zwischen 10 und 20 Prozent schneller. Gleichzeitig konnte die Zahl der Seitenfehler (Page Faults) um 65 Prozent reduziert werden. Die Verbesserungen betreffen ausschließlich die Abhängigkeitsauflösung. Auf die Geschwindigkeit beim Herunterladen oder Installieren von Paketen haben sie keinen Einfluss.
Auch intern wurde der Solver überarbeitet. So wurde der Kern des SAT-Solvers, der mithilfe mathematischer Verfahren nach einer gültigen Kombination von Paketversionen sucht, in eine eigene Komponente ausgelagert.
Eine weitere Änderung betrifft die Absicherung von Paketquellen. Die Option Signed-By, mit der sich festlegen lässt, welchen Signaturschlüsseln APT für ein bestimmtes Repository vertraut, soll künftig nicht mehr über die Fingerabdrücke der Schlüssel konfiguriert werden. Diese Verwendung gilt ab sofort als veraltet. Stattdessen sollen Administratoren direkt auf entsprechende Schlüsselbunddateien verweisen. Darüber hinaus entfällt die Unterstützung für Signed-By-Angaben innerhalb der Release-Dateien von Repositories. Bestehende Konfigurationen, die bereits eigene Schlüsseldateien verwenden, sind von der Umstellung nicht betroffen.
APT 3.3.5 wurde am 27. Oktober in Debian Unstable (Sid) aufgenommen. Anwender von Debian Stable oder Ubuntu LTS erhalten die neue Version dagegen nicht automatisch, da diese Distributionen ihre jeweiligen APT-Versionen üblicherweise innerhalb eines Veröffentlichungszyklus beibehalten.